Regesten Maximilians I. 1477-1519

Leitung:

Ass. Prof. i.R. Dr. Inge Wiesflecker-Friedhuber

  • Dr. Manfred Hollegger
Mitarbeiter:
  • Dr. Manfred Hollegger
Anschrift:

Regesta Imperii Maximilian I.
Grazer Forschungszentrum der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Schmiedlstraße 6

A-8042 Graz-Messendorf

Telefon:

work +43(0)316-4120-222

Telefax:

fax +43(0)316-4120-229

Die Regesten Maximilians I. wurden 1947/48 als letzte Abteilung der Regesta Imperii von Leo Santifaller in Zusammenwirken mit Willy Andreas und Hermann Heimpel begründet und als Unternehmen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (damals Kommission für die Neubearbeitung der Regesta Imperii) Hermann Wiesflecker übertragen. Seit 1998 sind sie als Teilunternehmen der Arbeitsgruppe Regesta Imperii in das Institut für Mittelalterforschung der ÖAW eingegliedert. – Für die Maximilian-Regesten gab es keine Vorarbeiten. Zugleich mit den Sammelarbeiten wurde nach dem Vorbild der älteren „Jahrbücher des Reiches“ begonnen, jahrweise Übersichten über die ungedruckten und gedruckten Quellen, über die gesamte quellenbezogene wichtige Literatur und über die gesamte Geschichte Maximilians und seiner Zeit zu gewinnen. Diese Vorarbeiten wurden von H. Wiesflecker in fünf Forschungsbänden (Maximilian I. Das Reich, Österreich und Europa an der Wende zur Neuzeit) zusammengefaßt, die ein Hilfswerk für die weitere Regestenarbeit darstellen. – Die Sammelarbeiten wurden im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien und im Tiroler Landesarchiv in Innsbruck begonnen, wo die Registratur der kaiserlichen Kanzlei fast geschlossen erhalten ist. In der Folge wurden die Sammelarbeiten auf die großen deutschen und europäischen Archive ausgedehnt. Neben den Archivforschungen wurden auch die gedruckten Quellen systematisch aufgesucht. – Entsprechend den Traditionen der Regesta Imperii werden alle Quellengattungen berücksichtigt, nicht nur Urkunden sondern auch Akten, die im Zeitalter Maximilians eine hervorragende Bedeutung gewinnen; ebenso Gesandtschaftsberichte wie auch zeitgenössische Geschichtsschreiber als unverzichtbare geistesgeschichtliche Zeugnisse. Nicht minder wichtig sind Kammer- und Raitbücher, die Wirtschaft und Gesellschaft sowie das tägliche Leben beleuchten. – Die gesamte Überlieferungsmasse der Maximiliana dürfte schätzungsweise eine halbe Million Dokumente wohl übersteigen; davon ist naturgemäß nur ein Bruchteil im Sinne der Regesta Imperii so wichtig, daß er regestiert zu werden verdient. Daher ist strenge Auswahl des im Sinne der Regesta Imperii Wichtigen nicht nur ein Gebot der Quellenkritik, sondern auch eine finanzielle Notwendigkeit. Die Maximilian-Regesten wurden von vornherein als „ausgewählte Regesten“ auf maximal 60000 Regestennummern insgesamt geplant. Bisher liegen etwa 45000 Regesten für die Zeit der Alleinregierung Maximilians (1493-1519), teils bereits ediert, vor. Daneben gibt es eine ansehnliche Sammlung von Quellen für die burgundische Regierungstätigkeit Maximilians (1477-1493), deren Bearbeitung aus sachlichen und zeitlichen Gründen vorderhand zurückgestellt wurde. Dazu kommen reiche Bestände an Mikrofilmen und Xeroxkopien aus Archiven und Bibliotheken, die laufend ergänzt und eingearbeitet werden. – Um die Regestenbände übersichtlich zu gestalten, wurde folgende Zweiteilung vorgenommen: der erste Teil jedes Bandes folgt dem traditionellen Itinerarprinzip der Regesta Imperii und enthält alle mit Maximilian und seinem Hof in unmittelbarem Zusammenhang stehenden Dokumente (Selbstzeugnisse, Auslauf), während der zweite Teil Maximilian und das Reich betreffende Quellen (Einlauf, Fremdzeugnisse) aus Österreich, dem Reich und Europa enthält. – Seit 1990, nach einer Vorbereitungszeit von 40 Jahren, erschienen in sieben Teilbänden ca. 22000 Regesten, welche die Jahre 1493-1504 umfassen; inzwischen sind auch die Jahre 1505-1507 weit fortgeschritten. Die Register, die das gesamte Namensgut aufschließen und eindeuten, sind erst für die beiden Bände der Jahre 1493-1498 fertig. Seit 2004 sind die Regesten Maximilians I. auch als volltextsuchfähige Internetversion zugänglich.

Publikationen

XIV. Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493-1519

  1. Böhmer, J. F., Regesta Imperii XIV. Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493-1519. Bd. 1, Tl. 1-2: 1493-1495, bearb. von Wiesflecker, Hermann - Köln (u.a.) (1990-1993).Buchausgabe als PDFRezensionen zu diesem Band
  2. Böhmer, J. F., Regesta Imperii XIV. Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493-1519. Bd. 1, 3: Register der Personen- und Ortsnamen 1493-1495, bearb. von Wiesflecker, Hermann und Schuh, Angelika - Köln (u.a.) (1996).Buchausgabe als PDFRezensionen zu diesem Band
  3. Böhmer, J. F., Regesta Imperii XIV. Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493-1519. Bd. 2, Tl. 1-2: 1496-1498, bearb. von Wiesflecker, Hermann und Hollegger, Manfred - Köln (u.a.) (1993).Buchausgabe als PDF (XIV,2,1)Buchausgabe als PDF (XIV,2,2)Rezensionen zu diesem Band
  4. Böhmer, J. F., Regesta Imperii XIV. Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493-1519. Bd. 2, 3, Tl. 1-2: Register der Personen- und Ortsnamen 1496 – 1498, bearb. von Wiesflecker, Hermann und Schuh, Angelika - Köln (u.a.) (1993).Rezensionen zu diesem Band
  5. Böhmer, J. F., Regesta Imperii XIV. Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493-1519. Bd. 3, Tl. 1-2: 1499-1501, bearb. von Wiesflecker, Hermann; Beer, Christa  u.a. - Köln (u.a.) (1996-1998).Buchausgabe als PDF (XIV,3,1)Buchausgabe als PDF (XIV,3,2)Rezensionen zu diesem Band
  6. Böhmer, J. F., Regesta Imperii XIV. Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493-1519. Bd. 4, Tl. 1-2: 1502-1504, bearb. von Wiesflecker, Hermann; Wiesflecker-Friedhuber, Inge; Hollegger, Manfred; Beer, Christa u.a. - Köln (u.a.) (2002-2004).Buchausgabe als PDF (XIV,4,1)Rezensionen zu diesem Band

Alle gedruckten Publikationen sind in den beiden Böhlau-Verlagen zu Köln-Weimar-Wien resp. Wien-Weimar-Köln erschienen. Mit * versehene Bände sind als Nachdrucke im Verlag Olms, Hildesheim, erschienen.