Die Gliederung der Regesta Imperii

Karl der Große (Quelle: Wikimedia Commons)

Die Gliederung der REGESTA IMPERII resultiert daraus, daß das Unternehmen seit seiner Gründung um 1830 kontinuierlich fortgeführt wurde und somit den damals getroffenen Regelungen verpflichtet ist. Das Grundschema in römischer Zählung teilt das gesamte Mittelalter in dynastie- oder - im Spätmittelalter - herrscherbezogene Perioden ein. Es setzt mit Band I bei den Karolingern (613-918) ein und endet mit Band XIV bei Maximilian I. (1486/1493-1519). Innerhalb dieser Großgliederung werden in den Epochen dynastischer Kontinuität - also in der Zeit der Karolinger, Ottonen, Salier und Staufer - die einzelnen Herrscher in Abteilungen gefaßt. So bilden z. B. innerhalb von Band II: Sächsisches Haus (919-1024) die Könige resp. Kaiser Heinrich I. und Otto I. die 1. Abteilung, Otto II., Otto III., Heinrich II. die 2.-4. Abteilung und die Päpste dieser Zeit die 5., das Register die 6. Abteilung. Im Spätmittelalter erübrigen sich diese Abteilungen in der Regel, weil jeder Band ohnehin auf einen einzigen Herrscher beschränkt ist. Aber natürlich kann die Quellenfülle eine Aufspaltung in mehrere Teilbände oder Faszikel erforderlich machen.

Die Regesten Kaiser Ludwigs des Bayern (1314-1347) und die Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440-1493) werden vorläufig nicht unter der ihnen innerhalb dieses Schemas verliehenen Bandzahl VII bzw. XIII, sondern in getrennten Reihen herausgegeben, weil die "Hefte" im Unterschied zu den "regulären" Regesta Imperii-Bänden nicht die komplette Überlieferung, sondern aus arbeitstechnischen Gründen die Quellenbestände einzelner Archive enthalten.

Außer den Regestenbänden gibt die Kommission noch eine monographische Buchreihe mit dem programmatischen Reihentitel Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Beihefte zu J. F. Böhmer, Regesta Imperii heraus.