Die Geschichte des Unternehmens

Karl der Große zwischen den Päpsten Gelasius I. und Gregor I. Aus dem Sakramentar Karls des Kahlen (um 870) (Quelle: Wikimedia Commons)
Zu sehen ist ein Bild von Karl dem Großen zwischen den Päpsten Gelasius I. und Gregor I.

Als Inventar aller urkundlichen und historiographischen Quellen der römisch-deutschen Könige von den Karolingern bis zu Maximilian I. sowie der Päpste des frühen und hohen Mittelalters gehören die REGESTA IMPERII zu den großen Quellenwerken zur deutschen und europäischen Geschichte.

Am Beginn des Unternehmens steht der Name des Frankfurter Stadtbibliothekars Johann Friedrich Böhmer (1795-1863), der im Jahre 1829 mit dem Sammeln und Publizieren von Urkunden der deutschen Kaiser und Könige begann. Ursprünglich als Vorarbeit zu den "Monumenta Germaniae Historica" gedacht, entwickelten sich die REGESTA IMPERII nach Böhmer mit einem erweiterten Regestenkonzept, das eine exakte Wiedergabe von Form und Inhalt sowohl der Urkunden als auch der historiographischen Nachrichten in Kurzform vorsah, zu einem selbständigen Grundlagenwerk fort, welches sich in der Mediävistik längst als unentbehrlich erwiesen hat.

Seit 1906 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beheimatet, wurde dort 1939 die "Kommission für die Neubearbeitung der Regesta Imperii" gegründet, welche wiederum 1967 die Gründung der "Deutschen Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii e. V." anregte. Zunächst von der DFG finanziert, wurde die Kommission 1980 als Langzeitvorhaben der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz angegliedert. Die 1939 gegründete Wiener Kommission wurde 1998 in die "Arbeitsgruppe Regesta Imperii" umgewandelt und beim "Institut für Mittelalterforschung" als Teil des heutigen "Zentrums Mittelalterforschung" der Österreichischen Akademie angesiedelt.