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[Regesta Habsburgica 3] Friedrich der Schöne (1314-1330)

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Derselbe an Kg. Friedrich: versichert ihn in Beantwortung seiner Mitteilung, daß er (Friedr.) den ihm erteilten Rat, zur Zeit noch nicht an einzelne Kardinäle um Unterstützung heranzutreten, dankbar angenommen und befolgt habe, er werde stets bestrebt sein, seine Sache in jeder Weise zu fördern. Der in seinem Schreiben mitgeteilte Plan einer Heirat des ältesten Sohnes seines Bruders Kg. Friedrichs von Sicilien (Peter) mit seiner (Friedrichs) Schwester Katharina, der von einigen Freunden Friedrichs von Sicilien ausgegangen sei, worüber er seine Ansicht zu hören wünsche, wäre ihm zwar sehr genehm, da dadurch die verwandtschaftlichen Bande zwischen ihren Häusern noch fester geknüpft werden könnten, doch entnehme er aus einem früheren Schreiben, daß einst zwischen dem verstorbenen Kaiser Heinrich und seinem Bruder Friedrich ein Vertrag beschworen worden sei, demzufolge des Kaisers Tochter Beatrix mit des Königs von Sicilien Erstgeborenem »iuxta sacrorum canonum instituta« verlobt wurde. Da ein derartiger Vertrag bestehe, sei seiner Meinung nach die geplante Verbindung nicht durchzuführen und er könne daher nicht vermitteln. Falls er (Friedr.) nach dieser Mitteilung darüber anders denke oder etwas anders tun wolle, möge er es ihm mitteilen. Die Nachricht von seinen Erfolgen und Fortschritten habe er mit großer Freude vernommen; er und seine Kinder befänden sich wohl. Dat. Barchinone 6. id. jan. a. d. 1315. — Überlieferg. wie n. 376, fol. 13. Zeissberg a. a. O. 42 = Mon. Germ. Const. 5, 285. Über das Heiratsprojekt vgl. Schrader a. a. O. 49.

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Empfohlene Zitierweise

[Regesta Habsburgica 3] n. 384, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1316-01-08_2_0_7_0_0_384_384
(Abgerufen am 22.10.2019).