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[Regesta Habsburgica 3] Friedrich der Schöne (1314-1330)

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Hzg. Leopold verschreibt seinem Getreuen Heinrich von Beuren (Burren) für dessen Dienste und zum Ersatz des in Frankfurt erlittenen Schadens 30 Mark Silber Konstanzer Gewichts und verpfändet ihm bis zur Zahlung dieser Summe Jahreseinkünfte von 3 Mark Silber aus dem Vogtrecht in Tissen (Tussin). Dat. in castris prope Vrssingen super flumine Wertach a. d. 1315 16. kal. oct. — Absch. saec. 14. ex. Wien Staats-A. Hs. 463 pag. 192. — Über das Geschlecht von Beuren vgl. Maag 2/1, 253. — Die Datierung scheint nicht richtig zu sein, da Leopold am 16. und 17. Sept. bereits in Baden urkundet, wo er auch noch am 20. ein Urkunde ausstellt, worauf wir ihn erst am 1. Okt. in Ulm wieder finden. Eine ähnliche Unstimmigkeit in Leopolds Itinerar ergibt sich am 20. und 21. Okt., an welch ersterem Tage er Mitaussteller und Mitsiegler einer Urk. Friedrichs in Ravensburg ist, während er am 21. Okt. bereits wieder eine Urk. in Baden ausstellt. Da mit Fälschungen in diesen Fällen nicht zu rechnen ist, drängt sich die Vermutung auf, daß es sich vielleicht ähnlich den »tempore marscalci« im Namen Friedrichs ausgestellten Urkunden auch hier bei den von Baden datierten Stücken um Urkunden handelt, die in Leopolds Abwesenheit ausgestellt und nachträglich besiegelt wurden.

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Empfohlene Zitierweise

[Regesta Habsburgica 3] n. 320, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1315-09-16_1_0_7_0_0_320_320
(Abgerufen am 23.02.2020).