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[RI VII] Ludwig der Bayer (1314-1347) - [RI VII] H. 6

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Ks. Ludwig verpfändet dem festen Mann Ulrich [II.] von Königsegg1 für vergangene und künftige Dienste für ihn und das Reich die Vogtei auf den Gütern zu Appenzell, Hundwil, Trogen2, Teufen, Wittenbach, Gossau und Herisau mit allen dazugehörenden Rechten für 100 Mark Silber bis zur Wiedereinlösung durch ihn oder seine Nachfolger im Reich um dieselbe Summe.

Originaldatierung:
geben ist ze Augspurg 1331 an der mitwochen nah sant Lucas tag, r.a. 17, i.a. 43.

Überlieferung/Literatur

Orig. Perg. dt. im Stiftsarchiv St. Gallen, T 2 A 5; Kaisersiegel mit Rücksiegel (Posse, Siegel 1 Tf. 51,1 und 2) an grün-roten Seidenfäden. — Abschrift um 1500 ebd., Bd. 88 fol. 146v — Abschrift 18. Jh. in der Burgerbibliothek Bern, Ms. h.h. III 23 pag. 785f.

Stiftsarchiv St. Gallen, Bd. 3/II S. 7, Bd. 69 S. 458, Bd. 70 fol. 212r und Bd. 71 fol. 246r (Klosterdrucke 18. Jh.). — Zellweger, Urkunden S. 129 Nr. 71. — Wartmann, UB St. Gallen 3 S. 484 Nr. 1340 (aus A). — Schiess, UB Appenzell S. 23 Nr. 62 (aus A). — Clavadetscher, Cartularium 6 S. 118 Nr. 3468 (aus A).

Böhmer, RI S. 84 Nr. 1367. — Moser, Kanzleipersonal S. 23 (Schreiber K 3 = H 45, Leonhard von München bei Bansa, Studien). — MGH Const. 6/2 S. 102 Nr. 167.

Anmerkungen

  1. 1Ulrich stand noch nicht lange auf Seiten des Ks., denn 1330 März 19 verspricht er den Herzögen Otto und Albrecht II. von Österreich, gegen Ks. Ludwig mit 4 Helmen zu dienen (Reg.: Lichnowsky, Reg. Habsburg 3 S. 404 Nr. 804).
  2. 2Vgl. Nr. 52 und 54.
  3. 3Zur Urkunde Zellweger, Geschichte S. 174; Pupikofer, Geschichte S. 675; Boxler, Königsegg S. 112; Fischer, Appenzell S. 116. — Vgl. auch die Urkunde von [1316] Juni 4, Schaffhausen: Kg. Friedrich befiehlt den zu Appenzell und Hundwil wohnenden Leuten, aus der ihm schuldigen Summe von 250 Mark Silber 100 Mark sofort an Johann Truchseß von Diessenhofen oder dessen dazu bevollmächtigten Gesandten auszuzahlen und den Rest an Johann von Mandach, dem Grafen Rudolf von Werdenberg hingegen [urkundlich] zu versichern, daß sie ihm den Betrag, den der A. ihm mit seinen Urkunden bei ihnen angewiesen hat (Urkunde bisher noch nicht aufgetaucht), am kommenden St. Martinstag aus ihrer dann fälligen Reichssteuer entrichten werden. — Datum Scaffuse IIo non. Junii, r.a. 2 (Überl.: Abschrift lat. 15. Jh. im Stiftsarchiv St. Gallen, T 2 A 1 B 3. Druck: Clavadetscher, Cartularium 5 S. 306 Nr. 2971; Reg: Gross, Reg. Habsburg S. 57 Nr. 457). — Zur Urkunde Fischer, Appenzell S. 115.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI VII] H. 6 n. 47, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1331-10-23_1_0_7_6_0_47_47
(Abgerufen am 22.05.2019).