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[RI VII] Ludwig der Bayer (1314-1347) - [RI VII] H. 5

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Ks. Ludwig setzt für das Seelgerät, das er der Äbtissin und dem Konvent des [Zistertienserinnen]klosters Niederschönenfeld für sein und seiner Vorfahren Seelenheil gegeben hat, als Bestimmungen fest, daß (1) ein Laienbruder ihres Ordens das Seelgerät einnehmen und mit 8 Frauen aus dem Konvent nach dessen Willen Wein davon kaufen soll, der in einem gesonderten Keller zu lagern ist, (2) der Wein weder ihm noch sonst jemand, er gehöre ihm an oder nicht, verkauft oder gereicht werden darf, sondern nur dem Konvent, (3) durch das Seelgerät dem Konvent die Pfründen weder an Wein noch sonstwie gemindert werden, (4) Osannen der Amrungerin lebenslang von dem Wein wie den anderen Konventsfrauen gegeben wird und (5) der Abt und Konvent [des Zisterzienserklosters] Kaisheim die Aufsicht über die Einhaltung des Seelgerätes haben und widrigenfalls ihm und seinen Erben erstattungspflichtig sind.

Originaldatierung:
Geben [...] feria IIII post Katherine 1336, r.a. 23, i.a. 92.

Überlieferung/Literatur

Abschrift dt. im Salbuch Perg. um 1350 im StA Augsburg, MüB KL Kaisheim 3 fol. 2v. — Kopialbuch 18. Jh. ebd., KL Kaisheim 161 S. 427—128. — Kopialbuch 19. Jh. ebd., KL Kaisheim 161 1/2 fol. 70v —71r.

Anmerkungen

  1. 1Der Ausstellungsort ist nicht zu bestimmen. Ludwig urkundet zuletzt November 10 in München und dann Dezember 2 wieder in Bamberg.
  2. 2Vgl. die dasselbe Seelgerät betreffenden Urkunden von 1322 Dezember 4, 1323 Oktober 25 von 1334 Mai 7 (Reg.LdB 3 S. 63 Nr. 128, S. 74 Nr. 155, S. 155 Nr. 330).
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Empfohlene Zitierweise

[RI VII] H. 5 n. 215, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1336-11-27_1_0_7_5_0_215_215
(Abgerufen am 19.02.2018).