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[RI VII] Ludwig der Bayer (1314-1347) - [RI VII] H. 5

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Ks. Ludwig verpfändet seinem Fürsten und Kanzler Bischof Ulrich [II.] von Augsburg, seinen Nachfolgern und seiner Kirche für eine Schuld von 2000 Pfund Haller für Dienste für ihn und das Reich und dabei erlittene Schäden die Reichsvogtei über Leute und Güter zu [Schwab]münchen, Wehringen, Bobingen, Göggingen, Inningen und Oberhausen und über alle anderen Leute und Güter der Landvogtei Augsburg und bestimmt, daß sie sie solange innehaben und nutzen sollen, bis er oder seine Nachfolger im Reich sie von ihnen für die genannte Summe auslösen.

Originaldatierung:
Geben [...] bei Gebelchouen auf dem velde an eritag nach sand Margareten tag 1336, r.a. 22, i.a. 91.

Überlieferung/Literatur

Orig. Perg. dt. im StA Augsburg, MüB HU Augsburg 261 (= KLS 626); Kaisersiegel mit Rücksiegel (Posse, Siegel 1 Tf. 51,1/2) an grün-gelben Seidenfäden. — Vidimus der öffentlichen Notare Andreas Drechsel und Bernhard Herolt von 1467 April 14 ebd., HU Augsburg 1402. — Beglaubigte Abschrift von 1786 im Kopialbuch ebd., Hochstift Augsburg L 476 fol. 8r —9r — 4 Abschriften 18. Jh. ebd., NA Hochstift Augsburg Akten 541 (ungezählt). — Abschrift 18. Jh. im DiözA Augsburg, Cod. dipl. episc. Aug. 2 fol. 63r-v.

MB 33,2 S. 61 Nr. 62.

RB 7 S. 155. — Böhmer, RI S. 110 Nr. 1779. — Vock, Urkunden Augsburg S. 143 Nr. 289. — Baer-Blendinger, Stadtrecht S. 16. S. 112 Nr. 148. — Moser, Kanzleipersonal S. 109 (Schr. K 25).

Anmerkungen

  1. 1Zur Urkunde Zoepfl, Augsburg S. 281; Kiessling, Augsburg S. 206; Zorn, Augsburg S. 123; Baer-Blendinger, Stadtrecht S. 86, Baer, Stadtverfassung S. 149; Fried, Augsburg S. 145; Jahn, Augsburg S. 54, 221; Bauer, Schwabmünchen S. 114. — Chronikalische Nachrichten des 17. und 18. Jh., die die Verpfändung mit leichten Varianten auf Ulrichs Nachfolger beziehen, dürften keine andere Urkunde meinen: es hatt auch kayser Ludewig dem bischoff zu Augspurg, so sein cantzler, vnnd dem er ein summa geldes zu ihm gewessen, die vogtey der reichstrassen für 2000 vnd 60 vntz Silbers oder pfund heller verpfendett vnd verschrieben: an diesen strassen seind gelegenn Oberhaussen, Geggingen, Jnningen, Bobingen, Mehringen, Aytingen, Menchingen, Erlingen vnnd ettliche mehr dorffer (Chronik Pap. 17. Jh. in der StStadtB Augsburg, Cod. Aug. 2o 98 fol. 7v); 1336 bischof Heinrich III. brachte es bey kaiser Ludwig dahin, daß er dem hochstift die straßvogtey mit den dörfern Göggingen, Inningen, Bobingen, Mehringen, Altingen, Menchingen, Erlingen gegen 1600 pfund Silber verpfändete (Chronik Pap. 18. Jh. im DiözA Augsburg, Hs. 57 fol. 8v); 1345 imperator Ludovicus episcopo Augustano pignori dedit praefecturam ruralem una cum tribus pagis Göggingen, Menchingen, Weringen et Aytingen bis mille et sexcentis libris argenti (Chronik Pap. 18. Jh. im DiözA Augsburg, Hs. 64 fol. 107r); Bischof Heinrich [III.] von Augsburg tritt 1347 zurück, nachdem er vorhero von kayser Ludwigen zu wegen gebracht, daß selbiger dem stüfft die straßvogtey, zu welcher Göggingen, Jnningen, Bobingen, Möhringen, Aitringen, Menchingen, Erlingen und noch unterschidliche andere orth gehörig, zu nicht geringem schaden der statt Augspurg gegen 2060 pfund pfenning verpfändet (Chronik Pap 18. Jh. im StadtA Augsburg, Chroniken 35 S. 114—115). Korrekt dagegen: wie keiser Lud [wig ] b [ischof ] Ulr [ich ] von Aug [spurg ], seiner gnad cantzler, vb [er ] IIm lib [ras ] h [el ]l [e ]r für sein dienst ingesetzt hat des reichs vogtei ve ber all des stifftz lewt vnd gut zu Menchingen, zu Weringen, zu Bobingen, zu Geckingen, zu Inningen vnd zu Oberhusen vnd ve ber all ander ir lewt vnd gut, wo die gesessen sint oder ligent vnd die in die lantuogtei zu Aug [spurg ] gehoe ren. Ao Mo CCCXXXVIto (Register Pap. von 1450 im DiözA Augsburg, Hs. 69 fol. 10v —11r).
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Empfohlene Zitierweise

[RI VII] H. 5 n. 212, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1336-07-16_1_0_7_5_0_212_212
(Abgerufen am 18.02.2018).