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[RI VII] Ludwig der Bayer (1314-1347) - [RI VII] H. 5

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Ks. Ludwig (1) verpfändet [seinem Landvogt zu Augsburg] Peter von Hohenegg die Juden zu Augsburg, seine Kammerknechte, für 300 Mark Silber anstelle der ihm vormals verpfändeten Freien in der Grafschaft Eglofs, die er ihm für Graf Albrecht von Werdenberg[-Heiligenberg] ledig gelassen hat1, (2) setzt fest, daß die Juden Peter jährlich 60 Pfund Augsburger Pfennige zu geben haben solange, bis er oder sein Nachfolger im Reich sie von ihm für 300 Mark Silber auslösen, (3) behält sich vor, falls er anderes mit den Juden vorhat oder ihrer bedarf, sie nach dem Rat Graf Bertholds [VI.] von Graisbach und Marstetten, genannt von Neuffen, seines Viztums Heinrich von Gumppenberg und des Truchsessen Berthold von Kühlenthal gegen ein von diesen oder von Peter selbst ausgemachtes anderes Pfand zu vertauschen, auf das er die genannten Pfennige verschreibt.

Originaldatierung:
Geben [...] ze Speir an dem vreytag vor Viti 1330, r.a. 16, i.a. 32.

Überlieferung/Literatur

Orig. Perg. dt. im StA Augsburg, MüB Rst. Augsburg U 80 (= KLS 411); Kaisersiegel mit Rücksiegel (Posse, Siegel 1 Tf. 51, 1/2) an rot-grünen Seidenfäden (A). — Abschrift 14. Jh. im StadtA Augsburg, allgemeine Urkundenreihe sub dato (B). — Kopialbuch 15. Jh. ebd., Schätze 56 fol. 13v. — Kopialbuch 16. Jh. in der StStadtB Augsburg, Cod. Aug. 2o 211 fol. 22r-v. — Herwartsches Kopialbuch 18. Jh. im StadtA Augsburg, 2 fol. 84v —85r. — Herwartsches Kopialbuch 18. Jh. in der StStadtB Augsburg, Cod. Aug. 2o S 16 sub dato. — Herwartsches Kopialbuch 18. Jh. ebd., Cod. Aug. 2o 223 sub dato.

Herberger, Ludwig S. 52 Nr. 25 (aus B). — Meyer, UB Augsburg 1 S. 261 Nr. 295 (aus B). — MGH Const 6,1 S. 661 Nr. 781 (aus A). — Bansa, Register 2 S. 280 Nr. 485 (aus A).

Stetten, Geschichte Augsburg 1 S. 95. — Sterr, Ludwig S. 380. — RB 6 S. 334. — Böhmer, RI S. 70 Nr. 1136. — Wiener, Juden S. 33 Nr. 63. — Bansa, Studien S. 190 (Schr. H 43). — Sprinkart, Kanzlei S. 585 Nr. 1840. — Reg.LdB 1 S. 45 Nr. 97.

Anmerkungen

  1. 1Vgl. Nr. 106, 144.
  2. 2Zur Urkunde Schumann, Verfassung S. 109. — Vgl. Nr. 108, 230, 231. — Peters Söhne verkaufen 1364 April 25 ihre Rechte an den Augsburger Juden, die Ludwig römischer kayser von säliger gedächtnuss vnnserm lieben vatter Petern von Hochenegg sälig versetzet vnd verschriben hett an zwein seinen kayserlichen briefen, für 500 Pfund Haller der Stadt Augsburg (Meyer, UB Augsburg 2 S. 124 Nr. 582). — Vgl. Hipper, Juden S. 608.
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Empfohlene Zitierweise

[RI VII] H. 5 n. 107, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1330-06-08_1_0_7_5_0_107_107
(Abgerufen am 20.09.2018).