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[RI VII] Ludwig der Bayer (1314-1347) - [RI VII] H. 3

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Kg. Ludwig (1) bestätigt Konrad von Wildenroth, dessen Frau und Erben die Schuld von 400 Pfund Augsburger Pfennigen für den Kauf der Burg Wildenroth1, wobei dieser di brief, die er darve ber het, [...] vns widergeben hat, (2) erklärt ihm weiterhin schuldig zu sein: 30 Pfund Münchener Pfennige für die Bürgschaft gegenüber Konrad von Winchel für die Burghut von Friedberg, 13 Pfund Münchener Pfennige für die Bürgschaft gegenüber Otto und dessen Bruder von Etschlohe2 für einen seinem Jägermeister Cholben gegebenen Wallach, 15 Pfund Münchener Pfennige für den Kauf eines Wallachs für den Wilzhofener, 15 Pfund Augsburger Pfennige für den Kauf eines Pferdes, 50 Pfund Münchener Pfennige für den Kauf eines Pferdes für Seifrid von [Donau]altheim, wobei Konrad vnser gagenbrief widergeben [hat], di er darve ber het vnder vnserm insigel3, (3) erkennt als weitere Schuld an: 60 Pfund Münchener Pfennige seitens seines Bruders4 für ein Pferd, 30 Pfund Münchener Pfennige für einen Zelter, den sein Bruder für Marschall Wilhelm von Biberbach gekauft hat, 32 Pfund Münchener Pfennige seitens seines Bruders für die Bürgschaft für ein Pferd, das dieser Hermann von Rosenberg gegeben hat, wobei Konrad vnsers bruo ders gagenbrief widergeben [hat], die er darve ber het, (4) bestätigt die Schuld von 300 Pfund Münchener Pfennigen für Konrads Dienst zu Frankfurt und dafür, daß dieser ihm für die Dauer des Krieges mit dem von Österreich5 innerhalb des Landes [Oberbayern] mit 10 Helmen und außerhalb mit 5 Helmen dienen und ewig mit Dienst und Treue auf seiner und seiner Erben Seite stehen soll, (5) erkennt die Schuldsumme auf 4506 Augsburger und 530 Pfund Münchener Pfennige an, (6) verpfändet den Empfängern dafür die Burg Wildenroth mit Leuten, Gütern, allem Zubehör und Nutzen, wobei er und seine Erben sich das Recht der Auslösung für die genannte Summe in den nächsten 10 Jahren von Lichtmeß an, div schierst chvmt7, vorbehalten, (7) setzt die Frist der Auslösung auf 14 Tage vor bis 14 Tage nach Lichtmeß8 fest und (8) bestimmt, daß Burg und Güter rechtes Lehen der Empfänger werden, falls er oder seine Erben sie von diesen und ihren Erben binnen der 10 Jahre nicht einlösen.

Originaldatierung:
Geben [...] ze Mve nchen 1315 an dem freitag vor sant Georgen tach, r.a. 1.

Überlieferung/Literatur

Orig. Perg. dt. im HStA München, KU Fürstenfeld 115 (= KLS 39); Königssekret (Posse 1 Tf. 50,6) in Schüssel an Pressel9.

MB 9 S. 128 Nr. 41.

RB 6 S. 394. — Böhmer, RI S. 5 Nr. 85. — Gross S. 26 Nr. 187. — Bansa, Studien S. 114 (Schr. H 11).

Anmerkungen

  1. 1Vgl. die Verkaufsurkunde Ludwigs von 1311 Februar 18 (MB 9 S. 124 Nr. 36; Sprinkart S. 514 Nr. 1032) mit der Summe von 350 Pfund Augsburger Pfennigen.
  2. 2Etesloher(.) von Stoss S. 215 als Etterschlag (Gem. Wörthsee, LK Starnberg) gedeutet.
  3. 3Urkunde nicht erhalten, fällt wohl noch in die Herzogszeit.
  4. 4Herzog Rudolf I. von Oberbayern.
  5. 5Herzog Friedrich der Schöne von Österreich.
  6. 6Die Summe müßte „415“ sein.
  7. 71316 Februar 2.
  8. 81316 Januar 19 — 1326 Februar 16, Stoss S. 215.
  9. 9Fürstenfeld kam später in den Besitz von Wildenroth, vgl. Nr. 125, 206.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI VII] H. 3 n. 3, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1315-04-18_1_0_7_3_0_3_3
(Abgerufen am 03.04.2020).