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[RI VII] Ludwig der Bayer (1314-1347) - [RI VII] H. 1

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Kg. Ludwig erlaubt dem Deutschen Orden angesichts seiner Dienste für König und Reich sowie auf Bitte seines heimlichen Rats Konrad von Gundelfingen, Deutschordensmeisters in Deutschland1, aus dem Dorf Neubronn in der Diözese Würzburg eine Stadt mit den Rechten und Freiheiten der Stadt Wertheim zu machen, Neubronn mit Mauern, Holzwerk und Gräben zu befestigen und einen Wochenmarkt jeweils am Montag abzuhalten. Der Kg. setzt fest, daß Eigenleute anderer Herren, die nicht binnen Jahresfrist wegziehen, Eigenleute des Deutschen Ordens werden sollen ebenso wie die neu hinzuziehenden, sofern diese nicht innerhalb eines Jahres von ihren Herren zurückgefordert werden.

Originaldatierung:
ze Nüremberg, an dem frytag vor sannt Thomas tag 1323 r.a. 9a.

Überlieferung/Literatur

Abschrift dt. in Urkundensammlung von 1784 im StA Ludwigsburg, JL 425 Bd. 1 Nr. 205 bzw. Tom. 38, Akte Prodselten.

Böhmer, Acta 2 S. 494 Nr. 721 (aus B). — Schröder, Wertheim S. 7 Nr. 3 (aus B).

Böhmer S. 355 Nr. 3212. — Erben, Berthold von Tuttlingen S. 133 Nr. 428.

Anmerkungen

  1. 1Konrad — noch Anfang 1324 in drei Urkunden als Landkomtur von Franken bezeichnet — war zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall Deutschordensmeister, sondern erst ab Sommer 1324; sein Vorgänger Eberhard von Sulzberg verstarb wohl schon 1321. — Beide Abschriften stammen von dem Deutschordensarchivar Breitenbach, wobei die von ihm verbesserte in Tom. 38 — u. a. änderte er mehrfach den Namen des Deutschordensmeisters von Eberhard von Sulzberg in Konrad von Gundelfingen — als Vorlage für die Reinfassung Nr. 205 diente. Breitenbach muß in seiner Vorlage, die nicht das Original war, ein sonst vorhandener Hinweis Breitenbachs fehlt, beim Namen des Petenten eine Lücke vorgefunden haben. Nach Herrn Ulrich Nieß — seine Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens in den ersten Dezennien des 14. Jh. entstehen an der Universität des Saarlandes —, dem ich die 2. Überlieferung verdanke und dessen Ausführungen ich auch übernehme, ist wohl neben dem Namen mit weiterem Textverlust zu rechnen, so daß in dem Original etwa folgende Formulierung zu finden war: .. bruder Konrad von Gundelfingen in Franken Meister desselben Ordens zu deutschen Landen.
  2. aRichtig r.a. 10.

Nachträge

Nachträge (1)

Nachtrag von thomas hahn, eingereicht am 17.03.2016.

Nach [http://www.deutsche-biographie.de/pnd137446802.html Gundelfingen, Konrad von] ist dieser im November 1323 gewählt wurden. In den Urkunden ist ebenfalls nirgends auf eine Vakanz der Besetzung der DM des Deu.Ordens verwiesen (wegen E.v.S. gest. 1321 oder 1323)

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Empfohlene Zitierweise

[RI VII] H. 1 n. 51, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1323-12-16_1_0_7_1_0_51_51
(Abgerufen am 14.12.2018).