Regestendatenbank - 184.913 Regesten im Volltext

RI VI Rudolf I. - Heinrich VII. (1273-1313) - RI VI,4,2

Sie sehen den Datensatz 42 von insgesamt 438.

Der Mindener Bischof Gottfried [von Waldeck] bekennt, daß er gemäß Recht des Königshofs verpflichtet sei, dem königlichen Hofkanzler wegen seiner Regalien, die er vom König empfangen habe, 58 Mark und einen Vierding geprüften Silbers in der Stadt Frankfurt [am Main] zum nächsten Weihnachtsfest zu zahlen, wofür dem Kanzler durch Gottfrieds Brudersohn, den Adligen Heinrich Graf von Waldeck, und den Fritzlarer Kanoniker Heinrich Bürgschaft geleistet wird. Sollte das Geld nicht termingerecht gezahlt sein, werden entweder sie selbst oder zwei rechtschaffene Leute mit zwei Pferden nach Frankfurt kommen und dort bis zur Zahlung des Geldes als Einlagergeiseln bleiben. Graf Heinrich und Kanoniker Heinrich bestätigen dem Kanzler die Bürgschaftsregelung unter den vorgenannten Bedingungen. – Nos Godefridus [...] recognoscimus et tenore presencium protestamur.

Originaldatierung:
dat. Geylenhusen, ipso die sanctorum Sergii et Bachi martirum

Überlieferung/Literatur

*Original (Pergament, beschädigt, Siegel des Ausstellers fehlt) Pisa, Archivio Capitolare, Nr. 1315.

Drucke: Ficker, Überreste (...1854) S. 206 Nr. 48 = Ficker, Überreste Pisa, S. 70 Nr. 48 (fehlerhaft); Schwalm, MGH Const. 4, S. 287f. Nr. 333.

Regest: -.

Kommentar

Der Grafensohn Gottfried von Waldeck († 1324) wurde »1304 zum Bischof von Minden bestellt, laut Grabinschrift aber nicht konsekriert«; Gatz/Brodkorb, Bischöfe 1198 bis 1448 (2001) Sp. 458. Von Bischofswahl spricht Heinrich Böhmer in: Hauck, Kirchengeschichte Deutschlands 5 II (1920) S. 1153. – Reichshofkanzler war seit spätestens 1. April 1309 der Zisterzienserabt Heinrich von Weiler-Bettnach. Erstmals erscheint er als imperialis cancellarius in einem Diplom vom 12. März 1309 für die Zisterze Eußerthal, für das jedoch keine handschriftliche Überlieferung greifbar ist; sein Text ist nur im Druck bei Würdtwein, Nova subsidia 12 (1789) S. 286f. Nr. 141 überliefert; oben Nrn. 111 bzw. 88. Am Beginn von König Heinrichs Regierungszeit war noch Eberhard vom Stein als imperialis aulae cancellarius bzw. cancellarius aufgetreten, er ist jedoch nur am 15. und 18. Januar belegt; oben Nrn. 24 und 33.

Nachträge

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI VI,4,2 n. 318, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/a2963338-7f72-4c9f-90e2-5f5c19a998bc
(Abgerufen am 25.08.2019).