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RI VI Rudolf I. - Heinrich VII. (1273-1313) - RI VI,4,1

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König Heinrich bekräftigt und erneuert nachdrücklich auf Bitten der Bürger von Regens­burg, seiner Getreuen (s.u.), wegen ihrer treuen Dienste für König und Reich die von den verewig­ten Römerkaisern und -königen, seinen Vorgängern (a divis imperatoribus et regibus Ro­ma­no­rum, nostris predecessoribus), gewährte Gnade, daß sie von niemandem in irgendeiner Sache vor ein Gericht außerhalb ihrer Stadt gezogen werden dürfen. – Majestätssiegel ange­kün­digt. – Universis sacri Romani imperii fidelibus [...]. Dilectorum fidelium nostrorum .. civium Ratisponen.

Originaldatierung:
dat. apud Nuremberg, IIIO non. Iulii

Überlieferung/Literatur

Überlieferung: 2 Ausfertigungen zu 12 bzw. *13 Zeilen von verschiedenen Händen (Pergament, Königssiegel jeweils an grün-roten Seidenfäden) München HStA Rst. Regensburg 165 (früher KS 1197) mit Rückschriften (siehe Kommentar); deutsche Übersetzung des 14. Jh. ebd.; Vidimus des Bischofs Konrad von Regensburg vom 12. Nov. 1312 ebd. Re­gens­burg fasc. 16; Vidimus des Abtes Johann von St. Emmeram vom 4. Jan. 1481 (zu­sam­men mit anderen Königsurkunden) München HStA Regensburg fasc. 34; Abschrift des 15. Jh. mit deutscher Übersetzung ebd. Lit. 363, fol.66. – Druck: Bastian/Widemann, Regensburger UB 1 (1912) S.127f. Nr.248 aus beiden Originalen ohne Lesarten. – Re­gesten: Hinweis bei Böhmer, Heinrich VII. (...1844) Nr.114; Bat­ten­berg,Gerichts­stands­pri­vi­legien 1 (1983) Nr.230 und Nr.231 die mittellateinische bzw. neuhochdeutsche »Fas­sung«.

Kommentar

Erwähnt bei Gemeiner,Regensburgische Chronik 1 (1800) S.471 zusammen mit dem nächsten Diplom (Regest Nr.212) als »besondere Privilegien gegen unrechtmäßige Ladungen vor fremde Gerichte und gegen repressalische Pfandungen [!]« sowie unter Hinweis auf eine »Schirmsurkunde« Herzog Friedrichs des Schönen von Österreich für Regensburger Handelsleute [schon] vom Pfingstmontag des Jahrs aus Wien; Bastian/Widemanna.a.O. S.126 Nr.244 vom 19. Mai 1309. All diese Stücke fehlen im Quellenverzeichnis bei Gemeiner/Angermeier1 (1971) S.45*. – Obiges Regest gibt ad aliquod iudicium trahi seu vocari possint aut debeant als zweimaliges Hendiadyoin wieder; die jahrhundertgleiche frühneuhochdeutsche Über­set­zung suggeriert durch Umstellung verschiedene Vorgänge: fur dhein gerichtt auz irer stat niht sullen noch enmugen gevodert [!] noch gezogen werden [...]; Battenberg a.a.O. Nr.231, korrigiert nach der Beilage zu den Originalen – übrigens im 15. Jh. bestätigt durch fur kain gericht aws irer stat nicht sullen noch mugen gevordert noch geczogen verden [...]; HStA München, Lit. 363 fol.66v. Dem entsprechen die Rückschriften des 15. Jh.: Fûr kain frembd gericht gefordert noch geczogen werden auf dem 13-zeiligen, Awsserhalb der stat fúr kain gericht gefodert [!] oder geczogen werden auf dem 12-zeiligen Original.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI VI,4,1 n. 211, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1309-07-05_4_0_6_4_1_253_211
(Abgerufen am 20.09.2019).