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RI VI Rudolf I. - Heinrich VII. (1273-1313) - RI VI,4,1

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König Heinrich befreit Priorin und Konvent der Dominikanerinnen von St. Lambrecht (dilec­tas in Christo .. prio­rissam et .. conventum sanctimonialium monasterii sancti Lamperti, ordi­nis Predica­torum) von allen Steuern und Abgaben für ihre Wiese in der Gemarkung des Dorfes Haßloch (de prato suo sito in terminis ville Hase­lach), die seine Amtsleute in seinem Namen erheben, und gewährt ihnen für diese Wiese und ihre anderen Güter alle Freiheiten, derer sie sich zu Zeiten seiner Vorgänger, der Könige Ru­dolf [I.] und Albrecht [I.], erfreuten. – Universis sacri Romani imperii fidelibus [...]. Dilectas in Christo.

Originaldatierung:
dat. Spire V. idus Marcii

Überlieferung/Literatur

Überlieferung: Abschrift im St. Lambrechter Kopialbuch von 1311 Heidelberg Universitäts­archiv fol.26v. – Druck: Stauber, Kloster und Dorf Lambrecht (1880) S.212f. Nr.4 mit willkürlicher Auflösung von Abkür­zun­gen. – Regest: -.

Kommentar

Bei Böhmer/Redlich (1898) fehlt eine entsprechende Vorurkunde Rudolfs von Habsburg; zu Böhmer, Albrecht I. (...1849) Nr.623 siehe den Nachtrag!

 

Verbesserungen und Zusätze:

Mutatis mutandis wörtlich aus dem Privileg König Albrechts I. vom 3. November 1300 aus Kaiserslautern; BÖHMER, Regesten Albrechts I. (...1849) Nr.623, gedruckt bei REMLING, UB der Bischöfe zu Speyer 1 (1852) S.431 Nr.457. Hieraus wird ein Deperditum erschlossen, mit dem König Rudolf I. die Abgabenfreiheit dieser Klosterwiese »in dem Reichsdorf Haßloch« festgehalten hat, bei CONRAD, Dominikanerinnenkloster Lambrecht (1960) S.68 und Hans FELL in: 1000 Jahre Lambrecht (1978) S.124 Sp.1. FELLs Priorinnenliste ebd. S.111 erwägt zwischen Jutta von Dannstadt (1292-1300) und Guta von Rorhaus aus Speyer (bis 1310) als St. Lambrechter Priorin eine Agnes von Bolanden. Anderseits wird eine Priorin dieses Namens schon [bald] nach 1284 angesetzt, und 1310 VI 24 urkundete eine »Kunigunde von Bolanden [...] als Priorin«; CONRAD a.a.O. S.51-54 und 80 mit A.299, der S.88 »Guta von Rorhaus [dem] Ende des 13. Jhs.« zuschreibt, was seiner eigenen Einordnung der Priorin Jutta von Dannstadt um 1292 mit 8 Amtsjahren (ebd. S.85; vgl. allerdings FELL S.111 wie oben!) nicht widersprechen muß.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI VI,4,1 n. 84#, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1309-03-11_3_0_6_4_1_126_84
(Abgerufen am 20.09.2019).