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RI VI Rudolf I. - Heinrich VII. (1273-1313) - RI VI,4,1

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König Heinrich erneuert und bestätigt den Burgmannen von Friedberg, seinen Getreuen (stren­nuis viris .. castrensibus in Fredeberg, fidelibus nostris dilectis) auf ihre Bitten hin alle Frei­heiten, Zugeständnisse und Gnaden­erweise, die ihnen von den Königen Rudolf und Albrecht und seinen an­de­ren kaiserlichen und königlichen Vorgängern gewährt worden waren. – Universis sacri imperii Romani fidelibus [...]. Maiestatem decet regiam.

Originaldatierung:
dat. Spire VIIIO idus Martii

Überlieferung/Literatur

Überlieferung: Original (Pergament, Königssiegel an Pergamentstreifen) Darmstadt StaatsA B 5 Nr.1. – Druck: Lünig, Reichsarchiv 12 (1713) III S.105f. Nr.84. – Regesten: Böhmer (1831)Nr.5202; ders., Heinrich VII. (...1844) Nr.44; Scriba, Regesten 2. Abt. (1849) Nr.981; Schilp, Reichsburg Friedberg (1987) Nr.170.

Kommentar

Schon Böhmer war (1844) aufgefallen, daß König Adolf nicht mitgenannt wird – trotz Böhmer/Samanek (1948) Nrn.137, 139 und 141 vom 2. Dezember 1292 aus Hagenau. Sollte er bei den Burgmannen hauptsächlich als Urheber von Verboten und anderseits als Gönner der Stadt Friedberg in Erinnerung gewesen sein? Vgl. ebd. Nrn.138 und 141 vom selben Tag und Ort mit Nrn.287-292 vom 2.-8. August 1293 aus Friedberg selbst!

 

Verbesserungen und Zusätze:

Unter den Rudolf-Diplomen für die Reichsburg Friedberg können BÖHMER/REDLICH (1898) Nrn.456, 619, 831, 1926, 1927, 1934 und 2099 von 1275 XII 3 bis 1287 V 1 verglichen werden, so daß trotz mehreren Diplomen auch für die Stadt Friedberg das Urteil der älteren Forschung, »auf jeden Fall [sei] Rudolph der Burg sehr gewogen« gewesen, überzeugt; DIEFFENBACH, Stadt und Burg Friedberg (1857) S.36. Bei Albrecht I. mochten sich die Burgmannen besonders für BÖHMER, Regesten Albrechts I. (...1844) Nrn.113, 318 und 541 von 1299 I 19, 1301 II 5 und 1306 VII 21 bedanken, letzterer »Sühnebrief zwischen Burg und Stadt« inzwischen gedruckt bei FOLTZ, UB der Stadt Friedberg 1 (1904) S.72f. Nr.162, übrigens von der Forschung bis hin zu STOBBE, Geschichte Friedbergs (...1997) S.147 als »krasse Einschränkung der städtischen Selbstverwaltung« ge wertet. Diese ordenunge und [...] ewige saczunge in deutscher Sprache scheint der Kanzlei Heinrichs VII. nicht vorgelegen zu haben. Das Heinricianum von 1309 schließt sich nämlich wörtlich an Albrechts I. Privilegienbestätigung von 1299 (Nr.113) an, die sich auf Rudolf I. und dessen Vorgänger bezieht, und sichert sich hinsichtlich der früheren Verleihungen wie die Vorlage durch die Formel prout rite sunt tradite et concesse ab; LÜNIG a.a.O. S.104 Nr.81. Heinrichs VII. entsprechende Privilegienbestätigung für die Stadt Friedberg datiert erst von 1310 VII 28; BÖHMER, Heinrich VII. (...1844) Nr.271, rekonstruierbar aus FOLTZ a.a.O. S.20f. Nr.59 mit Variante Nr.176.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI VI,4,1 n. 76#, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1309-03-08_2_0_6_4_1_118_76
(Abgerufen am 22.11.2019).