Regestendatenbank - 184.913 Regesten im Volltext

RI VI Rudolf I. - Heinrich VII. (1273-1313) - RI VI,4,1

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Elekt Heinrich (in Romanorum regem electus) erklärt mit Zustimmung und Rat seiner Kur­für­sten (principum nostrorum, jus in electione Romanorum [!] habentium) alle Urkunden, die sein verstorbener Vorgänger König Adolf bezüglich der Mitgift seiner Tochter Mathilde (Macht­hildis filie sue) für Rudolf, den Pfalzgrafen bei Rhein und Herzog von Bayern, ausge­stellt hat, für unangefochten gültig und kündigt an, ihm das, was von der beurkundeten Mit­gift noch aussteht (que expedienda restant et asignanda de eisdem iuxta continenciam litte­ra­rum earundem), auf den Namen seiner Ehefrau ohne Schwierigkeit und Aufschub anweisen zu lassen. – Siegel der Grafschaft Luxemburg angekündigt. – Presentibus profitemur et ad no­ticiam pervenire volumus.

Originaldatierung:
datum Franchenfordie [...] IIIIo kl. Decemb.

Überlieferung/Literatur

Überlieferung: Original (Pergament, beschädigtes Grafensiegel mit Rücksiegel an Pergamentstreifen) München HStA, Geheimes Hausarchiv HU 2381. – Druck:Oefelius, Rerum Boicarum SS 2 (1763) S.125 [unge­nau]. – Regesten: Böhmer (1831) Nr.5186; ders., Heinrich VII. (...1844) Nr.2; Koch/Wille, Pfalzgrafen am Rhein 1 (1894) Nr.1597; Kisky, Erzbischöfe von Köln 4 (1915) Nr.417; Krabbo/Winter, Markgrafen von Bran­denburg 8 (1926) Nr.2097. – Verzeichnet bei Sprinkart,Kanzlei der Pfalzgrafen (1986) S.502 als Nr.902. – Vor Böhmer regestenartig erwähnt bei Aettenkhover, Kurzgefaßte Geschichte der Herzoge von Bayern (1767) S.219f.

Kommentar

Die Heiratsbedingungen waren 1294 III 19 beurkundet worden, und die erwähnte Hochzeit hatte 1294 IX 1/2 stattgefunden; Besitzanweisungen König Adolfs an Pfalzgraf Rudolf I., den Stammler, datieren beispielsweise von 1297 VII 17; Böh­mer/Sa­manek (1948) 385, 435 bzw. 864, hier aus Reichsgut abgesichert. Die Verpflichtung zur Rest-Überweisung jener Mit­gift sine difficultate et dilacione qualibet verrät, daß König Albrecht I. die Nichthonorierung von Verpflichtungen seines Vor­gängers anscheinend gut begründet hatte – beispielsweise mit Insistieren auf einer Trennung von Reichs- und Hausgut. Eine solche »Ausflucht« sollte dem neuen König möglicherweise aus der Hand geschlagen werden; vgl. auch das nächste Re­gest!

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI VI,4,1 n. 3, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1308-11-28_2_0_6_4_1_45_3
(Abgerufen am 23.10.2019).