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RI VI Rudolf I. - Heinrich VII. (1273-1313) - RI VI,2

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gebietet einen frieden zwischen herzog Albrecht von Österreich und erzbischof Konrad von Salzburg.

Überlieferung/Literatur

Deperditum, erw. in einem undatierten briefe des erzbischofs an die bischöfe (Emicho) von Freising und (Hartneid) von Gurk, worin Konrad erklärt, sich an dieses friedensgebot halten zu wollen und worin er für den fall, daß der herzog das königliche gebot nicht achte, sich erbötig macht, die entscheidung seines streites mit Albrecht dem könig Adolf anheimzustellen; er ersucht darin zugleich die adressaten, dem herzog seine friedensbereitschaft mitzuteilen, auf daß dieser von der belagerung Radstadts (vgl. RI. VI 2 n. 731) und von den anderen bedrückungen der salzburger kirche ablasse: Kop. s. XVI im cod. 509 fol. 85 der stiftsbibl. Heiligenkreuz. Martin Reg. d. Erzb. v. Salzburg 2, n. 302.

Kommentar

Den brief des salzburger erzbischofs für eine stilübung zu halten liegt kein grund vor. Vielmehr fällt durch das schreiben jetzt einiges licht auf das, was die Rchr. in diesem zusammenhange berichtet (vgl. RI. VI 2 n. 805). Das schriftstück paßt auch sehr gut zu der (bei n. 905 erwähnten) ermahnung des papstes an Albrecht vom 6. juli 1297, sich mit dem erzbischof zu verständigen und stimmt überdies trefflich mit dem späteren verhalten des erzbischofs überein, der zu einer einigung mit dem herzog schließlich sogar um den preis, auf die seite der gegner des königs treten zu müssen, bereit war. Die auffassung, als ob nach den linzer (nov. 1296) und passauer (febr. 1297) verhandlungen die weitere verzögerung eines friedens dem könig zuzuschreiben sei (Hessel Jahrb. Albr. 45), ist also irrig.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI VI,2 n. 1022, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1296-06-00_1_0_6_2_0_1036_1022
(Abgerufen am 18.12.2018).