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RI VI Rudolf I. - Heinrich VII. (1273-1313) - RI VI,2

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gibt dem erzbischof Gerhard von Mainz eingedenk des treuen und tatkräftigen beistands, durch den ihm dieser die erhebung zum könig (nos ad regale promovendo fastigium et promotos in ipso firmando) ermöglicht hat, das versprechen, ihm und dessen nachfolgern, ob sie sich nun am königshof befänden oder nicht, die rechte, ehren und freiheiten zu wahren, die ihnen als erzkanzlern in Deutschland zukämen. [Dat. Bunne, 1292, III non. iul., ind. 5, r. 1].

Überlieferung/Literatur

 

2 Orr.: 1. (geschr. von M; siegelfr. an perg. str.) im hauptstaatsarch. München [Mainz erzst., fasz. 238] (A1); 2. (geschr. von K3; siegel fehlt) im staatsarch. Würzburg [Mainz, weltl. schr., lade 3 n. 12½] (A2). – Lünig Reichsarch. 16, 44. MG. C. 3, 470 n. 483 (aus A1; A2). Vogt Reg. d. Erzb. v. Mainz 1, n. 271 (reg. [A1; A2]).

Verbesserungen und Zusätze:

z. 26/28. Auch A2 hat von M' daß indorsat: super officio archicancellarie.

Kommentar

Über A1 s. Studien (II) 21 anm. 47; Neue Beitr. (I) 13 anm. 39; über A2 s. Neue Beitr. (I) 12 anm. 33/4. Über das Verhältnis zu den späteren privilegien vgl. Schrohe Kampf der Gegenkönige Ludwig u. Friedrich 284 ff. Zu der äußerung über den anteil Gerhards an der erhebung Adolfs zum könig vgl. den in RI. VI 2 n. 26 noch schärfer betonten anspruch erzbischof Siegfrieds. Über die frage der erzkanzlerbefugnisse: Herzberg-Fränkel, MÖIG. ergbd. 1, 258 ff.; Breßlau UL.2 1, 518 f.; dazu aber meine ausführungen: Neue Beiträge (I) 8 anm. 11; (I) 9; 14/15; bes. anm. 49. Sich befugnisse ausdrücklich bezeichnen zu lassen, darauf hat Gerhard offenbar erst unter k. Albrecht (s. die urk. von 1298 sept. 13, MG. C. 4, n. 15) gewicht gelegt. Auch der in dem privileg Albrechts ausdrücklich als ein mit dem erzkanzleramt verbundenes recht des erzbischofs angeführte, mit dem könig gemeinsam zu beziehende judenzehent (über diesen: Seeliger Erzkanzler 50; vgl. urk. von 1299 okt. 3 MG. C. 4, n. 95) ist in der urk. Adolfs nicht erwähnt, dennoch gebührte er dem erzbischof schon unter Adolf, wie aus den verbriefungen von 1293 juli 9 (Guden CD. Mog. 2, n. 225) § 3 (vgl. § 1 über gemeinsame einkünfte) und von 1297 juli 7 (Böhmer [u. Lau] CD. Moenofr.2 1, n. 712) unzweifelhaft hervorgeht; vgl. auch die urk. von 1292 juli 28 RI. VI 2 n. 56 § 1. Auf dem von M geschriebenen exemplar A1 rührt auch das indorsat „super officio archicancellarie” von einem schreiber des erzbischofs her; vgl. RI. VI 2 n. 35, 52, 56, 57, 58. Erst in diesem erzkanzlerprivileg, nicht schon in RI. VI 2 n. 35, wird Gerhard von Adolf „princeps et consanguineus noster” genannt.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI VI,2 n. 40, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1292-07-05_1_0_6_2_0_41_40
(Abgerufen am 07.06.2020).