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RI VI Rudolf I. - Heinrich VII. (1273-1313) - RI VI,2

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Albrecht herzog von Österreich verspricht, wenn er zum römischen könig erwählt wird, dem edlen Hartrad von Merenberg das recht zu bestätigen, das dessen vorfahren auf ein drittel der bede von Wetzlar gehabt haben.

Überlieferung/Literatur

Kop. (aus Nass. Cop.- u. Saalb.) Lehmann Pfalz. UB. 1, 531 in d. univ.-bibl. Heidelberg (B). – Ludolf Observ. forens. 2, app. 246. Winkelmann Acta ined. 2, 748 n. 1070 (aus B) = MG. C. 3, 458 n. 471.

Kommentar

Frühestes urkundliches zeugnis eines anspruchs herzog Albrechts auf seine wahl zum könig, zugleich zeugnis dafür, daß Albrecht damals unter den wählern bereits nicht bloß mit dem pfalzgrafen fühlung hatte: Hartrad von Merenberg war lehensmann erzbischof Siegfrieds von Köln, wird 1289 (Knipping Reg. d. Erzb. v. Köln 3, n. 3234) dessen patruelis genannt und erscheint dann 1292 mai 29 (RI. VI 2 n. 26) als zeuge einer urk. Adolfs für Siegfried (ein Gottfried von Merenberg ist schon zeuge der andernacher wahlkapitulation Adolfs [RI. VI 2 n. 9] und wird 1292 dez. 13 dessen burgmann in Kalsmunt bei Wetzlar [RI. VI 2 n. 147], wo Adolf als graf selber burgmann, k. Rudolfs, gewesen war). Daß Albrechts versprechen also irgendwie mit der haltung des Kölners in der wahlfrage zusammenhängt, ist sicher; vgl. schon Schliephake 2, 310; Busson in SB. d. Wien. Ak. 114, 31 [25] anm. 2; Schrohe in d. Ann. d. hist. Ver. f. d. Niederrh. 67, 77; Knipping Reg. d. Erzb. v. Köln 3, 201 n. 3354.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI VI,2 n. 5, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1292-02-12_1_0_6_2_0_5_5
(Abgerufen am 12.12.2018).