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RI VI Rudolf I. - Heinrich VII. (1273-1313) - RI VI,2

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Ludwig pfalzgraf am Rhein und herzog von Bayern an könig Wenzel von Böhmen: das reich, das durch den tod k. Rudolfs nun des einen der beiden lichter am kirchenhimmel beraubt und aus dem gleichgewicht gebracht sei, müsse durch die fürsten, denen das nach recht und herkommen zustehe, ein neues haupt erhalten; beruft ihn daher kraft des unzweifelhaften rechtes seines fürstenamts (quia eandem vocacionem a principatus nostri officio non est dubium dependere) für den 30. april (1292) nach Frankfurt zur königswahl.

Überlieferung/Literatur

Codd. s. XV. 1, 2, 3 (wie in RI. VI 2 n. 2). – Tschech. ausz.: (Hagec) Kron. czeská 263 a; danach deutsche übers.: Hagecii Böhm. Chron. 352 = Goldast Comm. 2, b. 191 n. 16. Urspr., lat. text: Sommersberg Scr. 1, 946 = Lünig CD. Germ. 1, 971 n. 15; Scheffer-Boichorst (1) 493; (2) 342 n. 2 (aus 1, 2). MG. C. 3, 456 n. 469 (aus 1, 2, 3) = Zeumer Quellens.2 145 n. 113b = Krammer Quellen 2, 17. Reg. d. Pfalzgr. 1, n. 1255 (reg.).

Kommentar

Vgl. RI. VI 2 n. 2 und zum „officium principatus” RI. VI 1 n. 649. Über die ansicht Bussons (in SB. d. Wien. Ak. 114, 16. 19 f.), der diese urk. irrtümlich als zeugnis eines für den wahlausgang bedeutungsvollen streites zwischen dem erzbischof von Mainz und dem pfalzgrafen am Rhein um das recht der berufung zur wahl auffaßt, s. meine Studien (I) 2/3; ebd. 3 anm. 19 auch über die falsche auffassung, als ob Wenzel eigens diesem berufungsrechte des pfalzgrafen zur anerkennung habe verhelfen wollen. Vgl. auch unten, RI. VI 2 n. 8.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI VI,2 n. 4, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1291-12-07_1_0_6_2_0_4_4
(Abgerufen am 19.09.2019).