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RI V Jüngere Staufer (1198-1272) - RI V,1,1

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Todestag zu Fiorentino in der Capitanata fünfzehn miglien nordwestlich von Foggia. Dieser todestag, in festo ste Lucie, steht fest gegen wenige andere angaben durch die angabe im necrolog der königl. capelle zu Palermo, De Cherrier Hist. 2,462, Huill. 6,813 u. Forsch, zur deutschen Gesch. 18,474, und im necrolog von Klosterneuburg, Archiv für österr. Geschq. 7,300, durch die grabschrift (vergl. unten), durch ein gerade den tag besonders betonendes schreiben des legaten Gregor von Montelongo, Hahn Coll. 1,257, und durch die übereinstimmung der grössten mehrzahl glaubwürdiger schriftsteller. [Nach nr. 3834 war der hof mindestens anfang dec. noch zu Foggia; schwerer kann der kaiser damals noch kaum erkrankt gewesen sein, da er sonst nicht noch nach Fiorentino gegangen sein würde. Die anscheinend so genauen einzelangaben des Matteo di Giovenazzo würden auch damit kaum zu vereinigen sein.] Die krankheit kennt man durch Nic. de Curbio: laborans gravibus dissenteriis; [Ann. Parm.: de quodam fluxu ventris. ‒ Nach Ann. Stad. starb er ab archiepiscopo Palormitano absolutus. ‒ Die angabe des Matth. Paris ed. Luard 5,190 und Salimbene 166, dass der tod im interesse Manfreds (nach Matth. bis zum 26 dec.) verheimlicht sei, scheint sich allerdings bezüglich des königreichs nicht zu bestätigen, vergl. Capasso Hist. dipl. 1; aber es ist sehr beachtenswerth, dass Galvano Lancia am 31 dec. bei ausführung von massregeln, die gewiss durch den tod des kaisers veranlasst waren, diesen Siena gegenüber noch als lebend behandelt, dass dasselbe sogar noch der fall ist in dem unterwerfungsvertrage von Grosseto unter Siena vom 27 ian. 1251; vergl. Ital. Forsch. 2,518. 4,428. König Conrad erfuhr den tod im laufe des febr., scheint denselben aber nach urk. vom 20 märz 1251 gleichfalls zunächst verheimlicht zu haben; vergl. Reg. Conr. Die leiche kam am 13 ian. nach Messina, blieb dann einige zeit zu Patti, und wurde zu Palermo (am 25 febr. nach dem necrolog der königl. capelle) bestattet. Ann. Sic.] Im dom zu Palermo steht noch Friedrichs grabmal ganz von porphyr, der sarg, dessen decke adler zieren, ruht auf zwei löwen unter einem von sechs säulen getragenen baldachin. Als man 1782 das grab öffnete, fand man Friedrichs II leiche (zu der man später noch zwei andere gelegt hatte) wohlerhalten in kaiserlichem gewande. Vergl. Daniele I regali sepolcri del duomo di Palermo 101 wo auch genügende abbildungen. Bekannt ist die von einem gleichzeitigen herrührende etwas nüchterne grabschrift: Si probitas sensus virtutum gratia census Nobilitas orti possent obsistere morti Non foret extinctus Fridericus qui iacet intus. [Bei Ricobald. Ferrar. ap. Mur. 9,249 findet sich dem noch vorgesetzt: Annis millenis biscentum pentoque denis Dives mendicus decessit rex Fredericus Illo namque die celebrantur festa Lucie. Eine alte italienische übersetzung vgl. bei Capasso Hist. dipl. 3.]

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Empfohlene Zitierweise

RI V,1,1 n. 3835a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1250-12-13_1_0_5_1_1_5192_3835a
(Abgerufen am 17.07.2019).