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RI V Jüngere Staufer (1198-1272) - RI V,1,1

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verordnet in erwägung der reinen treue und der angenehmen dienste der bürger (burgenses) von Lübeck, dass diese stadt immer frei und reichsunmittelbar sein soll (ut predicta civitas Lubicensis libera semper sit, videlicet specialis civitas et locus imperii et ad dominium imperiale specialiter pertinens), indem er zugleich festsetzt dass ein von dem reiche der stadt zu setzender rector aus der nachbarschaft und dass ihm zugleich die burg Travemünde untergeben sein soll, erweitert die gränzen der stadtmark in angegebener weise, befreit die bürger vom zoll zu Odislo, erlaubt ihnen münzen unter seinem bild zu schlagen gegen abgabe von sechzig mark iährlich, gesteht ihnen zu dass sie ihre treue gegen das reich mit blosem eidschwur erhärten ohne stellung von bürgen, giebt allen handelsleuten welche in die stadt kommen oder von dort weggehen sichres geleit, befreit sie wenn sie nach England reisen von iener misbräuchlichen abgabe welche die von Cöln und Thiel wider sie ersonnen haben, verleiht ihnen die insel Priwole vor Travemünde nach weichbildrecht zu besitzen, befiehlt dass niemand an der ganzen Trave und an beiden seiten auf zwei meilen entfernung befestigungen errichten soll, befreit die bürger im ganzen herzogthum Sachsen vom ungeld, verbietet hinderung der zufuhr von genannten orten oder hinderung des freien handelsverkehrs an denselben, verbietet einer person freies geleit in die stadt zu geben so dass sie dort auf erhobene klage nicht zu rechte zu stehen hat, gestattet ihnen bei schiffbruch den ungehinderten besitz des von ihnen selbst geretteten guts, überlässt ihnen einen platz ausser Travemünde beim hafen zur errichtung eines seezeichens, bestätigt ihnen endlich alle rechte und guten gewohnheiten wie sie dieselben hatten bei zeiten seines grossvater Friedrich. Mit goldbulle. Z.: die erzb. Alb. v. Magdeburg, v. Mailand u. Lando v. Reggio, die bisch. v. Chur, Basel, Worms, Hildesheim, Jac. v. Turin, Main. v. Imola u. A. v. Brescia, die äbte v. Murbach u. Reichenau, H. deutschordensmeister, L. landgr. v. Thüringen, die herz. Alb. v. Sachsen u. Rein. v. Spoleto, gr. Sifr. v. Vianden. Lünig Reichsarchiv 13,1332. Westphalen Mon. ined. 1,1300. Cod. Lub. I, 1,45. Meklenburg. Urkb. 1,322. Schlesw. Holst. Urksamml. 1,26. Huill. 1,626. Vgl. Hansisch. Urkb. 1,64 extr. ‒ [Es mag zu beachten sein dass der Deutschordensmeister, wie er auch in nr. 1629 fehlt, nur in dieser einzigen der im iuni ausgestellten urkk. vorkommt. Es dürfte anzunehmen sein, dass er noch weiter mit den Lombarden verhandelte. Dasselbe wurde den am 2 iuni zu Mantua genannten abt von Reichenau treffen, der insbesondere in dem schriftstück vom 10 iuni nicht fehlen wurde, wenn er damals am hofe war.]

 

Verbesserungen und Zusätze (1983):

2 Orr. von verschiedenen Händen früher in Lübeck, Stadtarchiv, jetzt in Potsdam, Zentrales Staatsarchiv. Ausfert. I. mit Goldbulle (verloren), Ausfert. II mit Wachssiegel in gleicher Schrift wie BF. 1608. Beschreibung: Philippi 81. Druck: Zs. des Vereins für Lübeckische Gesch. 23 (1926), 1 mit deutscher Übers. -- Lübeck 1226. Reichsfreiheit und frühe Stadt. 1976. S. 14 und deutsche Übers. S. 17. Regest: Cod. dipl. Saxoniae I. 3, 258 Nr. 366 -- Dobenecker, Reg. Thuringiae II. Nr. 2328. Abb. der Ausfert. II: Zs. des Ver. f. Lübeckische Gesch. = Propyläen-Weltgeschichte 5 (1963), zwischen S. 408 und 409 = Lübeck 1226, nach S. 399. Zur Sache: Lübeck 1226 S. 21 ff. (W. Goetz). Deutsche Übers.: Weinrich 410 Nr. 105.

Zeugen:
die erzb. Alb. v. Magdeburg, v. Mailand u. Lando v. Reggio, die bisch. v. Chur, Basel, Worms, Hildesheim, Jac. v. Turin, Main. v. Imola u. A. v. Brescia, die äbte v. Murbach u. Reichenau, H. deutschordensmeister, L. landgr. v. Thüringen, die herz. Alb. v. Sachsen u. Rein. v. Spoleto, gr. Sifr. v. Vianden.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI V,1,1 n. 1636, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1226-06-00_7_0_5_1_1_2368_1636
(Abgerufen am 18.09.2019).