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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,4,4,5

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Cölestin III. schreibt den Suffraganen und Domdekan (Johannes) von Rouen (suffraganeis et decano Rothomagensi), daß von Fälschern, die neulich in Rom (in urbe) aufgedeckt worden seien, (päpstliche) Schreiben hergestellt worden seien, die für echt gehalten werden könnten; der Papst befiehlt deshalb, jene, bei denen solche Schreiben vorgefunden werden, die durch den Vergleich der Bulle und des Stils als Fälschung entlarvt werden können, unverzüglich festzunehmen und solange festzuhalten, bis der Papst Weisung erteilt, was mit ihnen geschehen soll; der Papst setzt fest, daß die Maßnahmen, die unter Verwendung der gefälschten Schreiben getroffen wurden, rückgängig zu machen sind.

Originaldatierung:
Dat. Lat. 12 kal. ian. pont. a. 1.
Incipit:
Per falsarios qui nuper sunt

Überlieferung/Literatur

Drucke: Comp. 2 lib. 5 tit. 9 c. 3 (ed. Friedberg S. 100-101); Migne, PL 206 Sp. 1252 Nr. 38 (Auszug); Duggan, Improba pestis falsitatis S. 356-357 Nr. 19.

Reg.: JL 17645 (J 10711) (zu 1191).

Kommentar

Zur weiteren Überlieferung dieser Dekretale vgl. Heckel, Dekretalensammlungen S. 212, Vetulani, Collectio Cracoviensis S. 71 Nr. 97, Cheney, Fragment of a decretal collection S. 7 Nr. 4 sowie Cheney/Cheney, Studies S. 227, S. 239, S. 266 und S. 275. Sie ist in der Sammlung Walther Holtzmanns als WH 39 (KI 43) verzeichnet. – Zur Sache vgl. Herde, Fälschungsdelikt S. 333, Chodorow, Dishonest Litigation S. 202 mit Anm. 24 und Duggan, Manu sollicitudinis S. 205f. Vgl. hierzu auch die das gleiche Problem betreffende Dekretale Urbans III. (Böhmer-Schmidt, Papstregesten Urbans III. Nr. 1132).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,4,4,5 n. 272, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/f4441595-9a25-4346-b583-dac50dff0e27
(Abgerufen am 21.07.2018).