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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,4,4,5

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Cölestin III. nimmt Propst (Albert) und die Brüder von St. Nikolai in Stendal (preposito s. Nicholai in Stendale eiusque fratribus) (D. Halberstadt) auf deren Bitten wie Clemens (III.) in das Recht und Eigentum des hl. Petrus sowie in den päpstlichen Schutz, bestätigt ihre Besitzung in Garlipp (bei Stendal) (villam Garlippe) mit ihren Pertinenzen, ihre Kirchen in Stendal (omnes ecclesias in Stendale) sowie ihre dortigen Einkünfte, die Kirche in Schinne (ecclesiam Scinne) und die Mühle in Röxe (Rokenzhe), setzt den freien Empfang von Chrisma, Heiligem Öl, Konsekrationen und Ordinationen durch den Diözesanbischof oder nötigenfalls durch einen Bischof ihrer Wahl fest, bestimmt, daß die Seelsorge durch den Diözesanbischof und nicht durch den Archidiakon übertragen wird und sie diese im Weigerungsfall durch päpstliche Übertragung besitzen sollen, und legt als jährlichen Anerkennungszins eine Unze Gold fest.

Originaldatierung:
Dat. Rome apud sanctum Petrum pm. Egidii sancti Nicolai in carcere Tulliano diaconi cardinalis 5 id. aug. ind. 9 inc. 1191 pont. a. 1.
Incipit:
Quotiens a nobis petitur quod
Unterschriften:
  • Celestinus catholice ecclesie episcopus Albinus Albanensis ep.
  • Romanus presb. card. s. Anastasie
  • Guido presb. card. s. Marie Transtiberim tit. Calixti
  • Hugo presb. card. tit. ss. Silvestri et Martini tit. Equitii
  • Gerardus diac. card. s. Adriani
  • Gregorius diac. card. s. Georgii ad velum aureum

Überlieferung/Literatur

Drucke: Lentz, Marg-Gräflich-Brandenburgische Urkunden S. 15-17 Nr. 7 (ohne Unterschriften); Riedel, Codex diplomaticus Brandenburgensis 1,5 S. 26 Nr. 13 (Teildruck ohne Unterschriften unter Verweis auf die VU Clemens’ III.); Migne, PL 206 Sp. 895 Nr. 25 (Teildruck nach Riedel).

Reg.: JL 16741 (J 10318); Raumer, Regesta Historiae Brandenburgensis S. 259 Nr. 1580; GP V,2 S. 479 Nr. 11.

Kommentar

Das noch bei Brackmann, PUU östliches Deutschland S. 195 Anm. 2 = Acta Rom. pont. 9 S. 3 verzeichnete Orig. (Berlin, Geheimes StArch.) ist verloren, vgl. GP V,2 S. 476 unter der Sigle [A], eine weitere hs. Überlieferung scheint nicht mehr zu existieren. Eine Abschrift, der die Unterschriften entnommen sind, findet sich in der Sammlung der Pius-Stiftung für Papsturkundenforschung in Göttingen. – VU ist das genannte Privileg Clemens’ III. von 1188 Mai 29 (Böhmer-Schmidt, Papstregesten Clemens’ III. Nr. 297).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,4,4,5 n. 145, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/ed326cf7-f818-457b-b3bd-7cd71aaf8d31
(Abgerufen am 26.09.2018).