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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,4,4,5

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Cölestin III. schreibt Bischof (Bertram), dem Domdekan und dem Circator von Metz (episcopo et ... decano et circatori Mettensi) aufgrund der Klage der Äbtissin von Ste-Glossinde in Metz (abbatisse sancte Glodesindis Metensis), wonach der langandauernde Streit zwischen der Äbtissin und Aledis, ihrer Tochter sowie ihren Rechtsbeiständen (inter ipsam et Aelidim mulierem ac filiam eius et coadiutores earum) um gewisse Zehnte in St-Agnan (bei Ogy) (in villa S. Aniani), die die Frauen der Äbtissin verweigern, bereits Erzbischof (Johannes) von Trier (Treverensi archiepiscopo) übertragen worden war, der seinerseits Bischof (Albert) von Verdun (Virdunensi episcopo) befohlen habe, die Frauen zur Gerechtigkeit gegenüber der Äbtissin zu zwingen; diesem Befehl hätten jedoch die beiden Frauen und ihre Rechtsbeistände nicht Folge geleistet, worauf der Bischof die Exkommunikation über sie verhängt habe; zudem habe die Tochter der Aledis geheiratet, ohne die Absolution erlangt zu haben; der Papst befiehlt den Delegaten, die Angelegenheit unter Ausschluß der Appellation zu untersuchen und ihr Urteil mit Kirchenstrafen durchzusetzen; im Verhinderungsfalle soll das Mandat von zwei der Delegaten ausgeführt werden.

Originaldatierung:
Dat. Lat. 2 id. maii pont. a. 2.
Incipit:
Querelam dilecte in Christo filie

Überlieferung/Literatur

Überl.: Orig., Saint-Julien-lès-Metz, Arch. dép. Moselle, H 4092 Nr. 3; Kopie 13./14. Jh., Paris, Bibl. nat., Ms. lat. 10024 fol. 39 (Cart. de Ste-Glossinde de Metz, Stein, Bibliographie Nr. 2421, Répertoire des microfilms S. 155 Nr. 43096).

Drucke: Loewenfeld, Epistolae S. 246-247 Nr. 401 (irrig mit 4 id. maii zu 1192 Mai 12); Wolfram, Ungedruckte PUU S. 319-320 Nr. 26.

Reg.: JL 16873 (zu 1192 Mai 12 nach dem Druck bei Loewenfeld); Voigt, Bischof Bertram /2/ S. 75 Nr. 80 (zu 1192 Mai 12 nach JL); Parisse, Bullaire Lorraine S. 81 Nr. 396 (zu 1192 Mai 12).

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Meinert, PUU Frankreich 1 S. 86 und S. 141. – Das Delegationsmandat an Erzbischof Johannes von Trier ist verloren, vgl. Reg. 475, wie auch dessen Mandat an Bischof Albert von Verdun nicht nachzuweisen ist. Da der Streit schon geraume Zeit virulent war, ist nicht auszuschließen, daß die Delegation bereits durch Clemens III. ergangen ist, vgl. Böhmer-Schmidt, Papstregesten Clemens’ III. Nr. 1328.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,4,4,5 n. 479, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/daab2f37-1a8d-42b4-a93b-155656aa31ba
(Abgerufen am 25.09.2018).