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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,4,4,5

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Cölestin III. schreibt Erzbischof (Bruno) und dem Domkapitel von Köln (archiepiscopo et ... capitulo Coloniensi), daß der damalige Bischof A(lbert) von Lüttich sich als Elekt (bone memorie A. quondam episcopus tunc electus Leodiensis) am Apostolischen Stuhl aufgehalten und von Händlern aus Douai (mercatoribus Duacensibus) ein Darlehen erhalten habe, für das Kardinalbischof Johannes von Palestrina und Kardinalpriester Johannes von S. Clemente, zugleich Bischof von Tuscania (Iohannes Penestrinus et Iohannes Tuscanensis episcopi tituli sancti Clementis cardinalis), Bürgschaft geleistet hätten; der Papst befiehlt dem Kapitel und den Kanonikern von Lüttich (capitulo et canonicis Leodiensibus) unter Ausschluß der Appellation und unter Androhung des Amts- und Benefizienverlusts sowie der Exkommunikation und des Interdikts, innerhalb von zwanzig Tagen das Geld aus den bischöflichen Einkünften zurückzuzahlen und zusätzlich jedem der Händler zehn Mark für dessen Mühen und Ausgaben auszuzahlen; gegebenenfalls soll das Geld von allen geistlichen Instituten der Diözese eingesammelt werden.

Originaldatierung:
Dat. Lat. 8 id. maii pont. a. 3.
Incipit:
Cum bone memorie A. quondam

Überlieferung/Literatur

Überl.: Orig., Rom, Arch. Seg. Vat., Arch. Castri s. Angeli AA Arm, I-XVIII 2183.

Druck: Loewenfeld, Epistolae S. 249-250 Nr. 404.

Reg.: JL 16995; Knipping, Regesten Köln 2 S. 291 Nr. 1447; GP VII S. 128 Nr. 398.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Kehr, PUU Rom 1 S. 117 = Acta Rom. pont. 2 S. 299 und Volpini, Per l’archivio pontificio Anagni S. 366-382. – Zum Aufenthalt des Elekten Albert von Lüttich in Rom von 1192 April 2 bis zum Juli vgl. Reg. 500. Zur Sache vgl. Pfaff, Domkapitel S. 37f. und zu einem ähnlichen Fall, in dem ebenfalls Kaufleute aus Douai Bischof Walter von Laon Geld geliehen hatten, vgl. die Urkk. Urbans III. von 1186 Mai 19 (Böhmer-Schmidt, Papstregesten Urbans III. Nr. 160 und Nr. 162) und von 1187 März 15 (Böhmer-Schmidt Nr. 632).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,4,4,5 n. 791, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/a7fae4d0-d812-40ac-901a-85562a161301
(Abgerufen am 18.10.2018).