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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,4,4,5

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Cölestin III. berichtet den Äbten (Guarinus) von St-Victor und (Stephan) von Ste-Geneviève (in Paris) sowie Magister R. de Monte (sancti Victoris et sancte Genovefe abbatibus et magistro R. de Monte) von der Klage, die die Kanoniker von Ste-Opportune (in Paris) (canonicorum ecclesie sancte Oportune) in der päpstlichen Audientia vorgebrachten haben; danach mindere ein Priester das Pfarrrecht, indem er Beisetzungen vornehme und seinen Pfarrangehörigen die Sakramente spende; zudem hielten Robert, Balduin (Robertus ... Balduinus) und andere unrechtmäßig die den Kanonikern zustehenden Zehnten zurück; der Papst befiehlt unter Ausschluß der Appellation und ungeachtet irgendwelcher präjudizierender Schreiben des Apostolischen Stuhls, den Priester und die Zehntverweigerer dazu zu zwingen, den Kanonikern Genugtuung zu leisten oder ihr Recht vor den Delegaten darzulegen; die von den Kanonikern aufgebotenen Zeugen sind zur wahrheitsgemäßen Aussage zu ermahnen und notfalls soll die Angelegenheit durch zwei der Delegaten beigelegt werden.

Originaldatierung:
Dat. Rome apud sanctum Petrum non. iun. pont. a. 1.
Incipit:
Ex parte canonicorum ecclesie sancte

Überlieferung/Literatur

Überl.: Kopie 13. Jh., Paris, Arch. nat., LL 584 fol. 34 (Cart. von Ste-Opportune, Stein, Bibliographie Nr. 2902); Kopie 13. Jh., Paris, Arch. nat., LL 93 fol. 34.

Reg.: JL 16716 (nach der Überlieferung in Paris, Arch. nat., LL 93); Vulliez, Études S. 230 Nr. 26.

Kommentar

Der Entwurf von Ramackers zu einer Edition der ungedruckten Urk. befindet sich in den Archivmappen der Pius-Stiftung im Deutschen Historischen Institut in Paris. – Zur Geschichte und Überlieferung von St-Victor vgl. Lohrmann, PUU Frankreich 8 S. 45-127, wo die Urk. S. 61 Nr. *131 zitiert ist. – Die Präbende wurde dem Stift von Clemens III. 1190 Mai 30 bestätigt, vgl. Böhmer-Schmidt, Papstregesten Clemens’ III. Nr. 860, vgl. auch dessen Mandat von 1189 Dezember 5 (Böhmer-Schmidt Nr. 738). Zur Sache vgl. Teske, Briefsammlungen S. 330 sowie Petersen, Präbendenbesitz S. 119. Magister R. de Monte ist unidentifiziert.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,4,4,5 n. 85, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/a41e9c91-6837-49ac-9a9c-a7229d5c1ed0
(Abgerufen am 18.10.2018).