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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,4,4,3

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Urban III. befiehlt in Gegenwart zahlreicher Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe den Bischöfen Jonathan von Concordia und Ademarus von Saintes (Jonathas Concordiensis episcopus et ... Ademarus Xantonensis episcopus), das Weihwasser für die Weihe der Abteikirche SS. Giuliano e Maria in Lepia (in Lavagno) (D. Verona) (ecclesia Epeia) zuzubereiten, nimmt selber die Weihe des Altars zu Ehren der Jungfrau Maria vor, hält eine Predigt und gewährt allen Besuchern der Kirche einen Ablaß von 40 Tagen.

Originaldatierung:
A. 1186 ind. 4 die dominico 2 intrante novembri.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in einem undatierten Notariatsinstrument (2 Kopien 13. Jh. und 14. Jh., Verona, Arch. di Stato, Corporazioni Religiose soppresse, SS. Nazzaro e Celso calto ZZZZ), gedruckt bei Ughelli/Coleti, Italia sacra 5 Sp. 807-808.

Reg.: JL 2 S. 507; IP VII,1 S. 293 Nr. 3.

Kommentar

Vgl. zur Überlieferung des Notariatsinstruments Kehr, PUU Venedig, S. 292 = Acta Rom. pont. 1 S. 16. Bei JL wird sein Inhalt nach dem Druck bei Ughelli/Coleti, wo die Indiktion um eine Einheit zu niedrig angegeben ist, in zwei Reg. wiedergegeben: JL †*15688 = Reg. 341 und das hier verzeichnete Reg. Das erste Stück habe danach Schutz und Ablaß enthalten, das zweite die Altarweihe betroffen. Die genannten Ablässe für die Besucher der Kirche am Jahrestag der Weihe scheinen in Loewenfeld den Fälschungsverdacht genährt zu haben, wie auch Paulus, Ablaß 1 S. 119 jedenfalls den Passus über den Ablaß für gefälscht hält. In der IP werden die einzelnen im Notariatsinstrument genannten Bestimmungen in drei Reg. getrennt: IP VII,1 S. 293 Nr. 3 = Reg. 304 (Weihe der Kirche), Nr. *4 = Reg. 305 (Mandat an Erzbischof Gerhard von Ravenna) und Nr. *5 = Reg. 341 (verlorenes Privileg für S. Giuliano und S. Maria in Lepia) und der bei JL ausgesprochene Fälschungsverdacht hinsichtlich eines verlorenen Privilegs Urbans III., das wahrscheinlich das Privileg Alexanders III. von 1177 Mai 29 (JL 12852 [zu 1177 Mai 30], IP VII,1 S. 292 Nr. 1, Biancolini, Notizie Verona 5,2 S. 133-134 Nr. 68) wiederholte, zurückgewiesen. – Lavagno liegt ca. 10 km östl. von Verona, ein Aufenthalt Urbans III. dort ist anderweitig nicht belegt, erscheint aber gut möglich. – Die umfängliche Liste der anwesenden Patriarchen, Erzbischöfe und Bischöfe, die das Notariatsinstrument nennt und die für 1186 vollkommen unmöglich ist, wie auch die Indiktion, die um eine Einheit zu niedrig angegeben ist, wurde laut dem Kommentar der IP aus einer Weihenotiz von 1238 Juni 21 (Biancolini, Notizie Verona 3 S. 92-94) entnommen. Dennoch zweifelte Kehr in der IP nicht an der Richtigkeit der berichteten Vorgänge. Zweifel an der Anwesenheit des Erzbischofs Rainald von Bari äußerte Kamp, Kirche 1,2 S. 573 Anm. 33. Erwähnt wird die Weihe bei Rubeus, Monumenta ecclesiae Aquilejensis Sp. 631. Zur Sache vgl. auch Zambaldi, Monumenti Concordia S. 87 und Segala, Monasteriorum Memoria S. 145.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,4,4,3 n. 304, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/e063cb84-26f0-4af2-bf93-014ff4215c42
(Abgerufen am 24.10.2018).