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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,4,4,2

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Lucius III. nimmt die Kleriker der Kirche S. Desiderio in Brescia (clericis ecclesie sancti Desiderii Brixiensis), deren Kirche dem hl. Petrus gehört, auf deren Bitten wie Alexander (III.) in den päpstlichen Schutz, bestätigt den genannten Besitz, befreit sie vom Zehnten für Neubrüche bei Eigenbau und für Tierfutter, gestattet Gottesdienst bei Interdikt, erlaubt die freie Sepultur sowie den freien Empfang von Chrisma, Heiligem Öl, Konsekrationen und Ordinationen durch den Diözesanbischof oder andernfalls durch einen Bischof ihrer Wahl, gewährt die Wahl des Propstes und setzt einen jährlichen Anerkennungszins von zwölf Mailänder Denaren fest.

Originaldatierung:
Dat. Verone pm. Alberti SRE. presb. card. et cancellarii 16 kal. maii ind. 3 inc. 1185 pont. a. 4.
Incipit:
Pie postulatio voluntatis effectu debet
Unterschriften:
  • Lucius catholice ecclesie episcopus
  • Theodinus Portuensis et s. Rufine sedis ep.
  • Theobaldus Hostiensis et Velletrensis ep.
  • Iohannes presb. card. s. Marci
  • Laborans presb. card. s. Marie Transtiberim tit. Calixti
  • Hubertus presb. card. s. Laurentii in Damaso
  • Albinus presb. card. s. Crucis in Ierusalem
  • Ardicio diac. card. s. Theodori
  • Gratianus diac. card. ss. Cosme et Damiani
  • Soffredus diac. card. s. Marie in via lata

Überlieferung/Literatur

Überl.: Kopie 15. Jh., Mailand, Bibl. Ambrosiana, D 59 suss. (alt: E.S.VI.13) fol. 67 (Regest) (Inventarium sive Registrum Iohannis Galeatii Vicecomitis a. 1456 confectum).

IP VI,1 S. 316 Nr. 3.

 

Verbesserungen und Zusätze (2018):

Digitale Edition jetzt im Codice diplomatico della Lombardia medievale (secoli VIII–XII) Nr. 9 (http://cdlm.unipv.it/edizioni), wo das Orig. (Brescia, Arch. di Stato, ASC, Santa Giulia, b. 2 n. 17) nachgewiesen wird.

Kommentar

Nach der Vorbem. zum Druck wurde das Orig. 1880 an die Bibl. Queriniana in Brescia abgegeben; sowohl dort wie im Arch. di Stato in Brescia blieb die Suche danach jedoch erfolglos. Eine Kopie des 15. Jh. war schon früher verloren, vgl. IP VI,1 S. 316 Nr. 3 Sigle C, so daß der vollständige Text nur noch aus dem Druck von Kehr bekannt ist. Zum gleichfalls verlorenen Privileg Alexanders III. vgl. IP VI,1 S. 316 Nr. *2. – Vgl. zur Rechtsstellung des Instituts PFAFF, Klosterexemtionen S. 104 Nr. 91.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,4,4,2 n. 1584, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1185-04-16_1_0_4_4_2_418_1584
(Abgerufen am 03.04.2020).