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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,4,4,2

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Lucius III. fordert Kaiser Friedrich I., nachdem er von den Untaten König Heinrichs (VI.) (rex Heinricus) gegen die Kleriker Triers (clericis Treverensibus), die im Zusammenhang mit der Doppelwahl des Trierer Erzbischofs den Folmar unterstützen, gehört hat, durch unbekannte Legaten auf, diesen alles zu restituieren, was ihnen geraubt worden ist.

Überlieferung/Literatur

Überl.: Dep., erw. in den Gesta Treverorum continuata, ed. WAITZ S. 384.

GP X S. 143 Nr. *342 (zu 1185 cr. mart.).

Kommentar

Zur Datierung vgl. den Kommentar zu Reg. 1565. Die Datierung der GP scheint davon auszugehen, daß das Vorgehen König Heinrichs VI. gegen die Anhänger Folmars als Reaktion auf den Abbruch der Verhandlungen zwischen Lucius III. und Kaiser Friedrich Barbarossa anfangs des Jahres 1185 erfolgte und bis zum März in Verona bekannt sein konnte. – Zu den Untaten Heinrichs VI. vgl. SCHEFFER-BOICHORST, Friedrich' I. letzter Streit S. 71f. und Baaken, Unio regni S. 228-235 (S. 89-94) mit Nennung der älteren Literatur; insbesondere zur Datierung vgl. WOLTER, Verlobung Heinrichs VI. S. 49f. – Als Reaktion des Kaisers auf diese eindeutige Stellungnahme des Papstes wird man wohl werten dürfen, daß Friedrich Lucius durch Boten aufforderte, Folmar nicht gegen seinen Willen zum Erzbischof zu erheben, wie dies Arnold von Lübeck, Chronica Slavorum, ed. LAPPENBERG S. 151 (GP X S. 143 Nr. *343, zu 1185 med.) berichtet.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,4,4,2 n. 1566, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1185-00-00_2_0_4_4_2_400_1566
(Abgerufen am 12.07.2020).