Regestendatenbank - 195.747 Regesten im Volltext

RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,4,4,2

Sie sehen den Datensatz 1046 von insgesamt 1279.

Lucius III. setzt (für ein Kloster in Frankreich) fest, daß die geistlichen Institutionen, an die jemand Ländereien aus dessen Besitz durch Verkauf, Schenkung oder in anderer Form veräußert, diese Güter nicht für länger als Jahr und Tag ohne Zustimmung (des Klosters) behalten dürfen, sondern solchen Personen gemäß der Gewohnheit der französischen Kirchen (consuetudinem Gallicanarum ecclesiarum) dafür eine Vergütung zahlen müssen, die dem Kloster in voller Höhe zukommen soll.

Überlieferung/Literatur

Druck: CHODOROW/DUGGAN, Decretales saeculi XII S. 57-58 Nr. 34.

Kommentar

Zur Überlieferung dieser Dekretale vgl. Chodorow/Duggan in der Anm. zu ihrem Druck. – Vgl. Reg. 98 von 1182 Januar 13 für St-Germain-des-Prés, worin am Schluß auch dieser Passus (eine Umstellung ausgenommen) wörtlich erscheint; möglicherweise wurde er diesem Privileg entnommen. – Zu der Gewohnheit der Pariser Kirchen vgl. MARTIN, Histoire de la coutume 1 S. 25, BOUSSARD, St-Germain-l'Auxerrois S. 33f. sowie Reg. 94 (für St-Victor) und Reg. 1234 (für Ste-Geneviève). Die Dekretale ist in der Sammlung Walther Holtzmanns als WH 742 (KI 838) verzeichnet.

Nachträge

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI IV,4,4,2 n. 2195, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1181-00-00_252_0_4_4_2_1029_2195
(Abgerufen am 18.01.2021).