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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3, Nachträge

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Kaiser Heinrich gebietet durch ein kaiserliches Edikt, allen Städten und Fürsten, König (Richard) von England (regem Anglorum), falls er auf der Rückkehr aus dem Heiligen Land (de Iudea) in ihre Gegend komme, gefangen zu nehmen und lebend oder tot auszuliefern, und bestimmt, dass derjenige, der ihn verschont, als Reichsfeind (publicus hostis imperii) zu bestrafen ist.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in der Chronik Richards von Devize (Cronicon Richardi Divisensis) ed. Appleby S. 81; bei Radulfus niger, Chronica ed. Krause S. 303 (845) erklärt der Kaiser König Richard selbst 1192 zum hostem publicum imperii – Reg.: Fichtenau/Zöllner, Ub. Babenberger 4, 1 S. 218–219 Nr. 919 (mit weiteren Quellen und Literatur; zu 1192 Herbst).

Kommentar

Die Veröffentlichung des datenlosen Ediktes wird Fichtenau/Zöllner folgend von Hauser, Lehnspolitik, S. 230 Anm. 918 in den Herbst 1192 gesetzt, doch gehört sie eher in den Zusammenhang mit dem Zusammentreffen zwischen Heinrich II. und Philipp II. Augustus im Dezember 1191, vgl. Ahlers, Welfen S. 156 f. Leopold kehrte wahrscheinlich noch zu Ende des Jahres 1191 von dem Kreuzzug zurück, vgl. bei Fichtenau/Zöllner S. 211–212 die Bemerkung zu Nr. 903. Zum publicus hostis imperii (vgl. die Nachträge zu B-Baaken, Nr. 218a).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3,2 n. N193, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/eaea26cc-ea9c-4e87-9c5e-8a4d159e3f06
(Abgerufen am 25.09.2018).