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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3, Nachträge

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Kaiser Heinrich beauftragt seinen Kämmerer Heinrich (von Groitzsch) (Heinricus camerarius imperatoris), das Kloster Altzella (auch Altzelle) (cellam beate Marie) nach dem Tod des Markgrafen Albrecht (von Meißen) (marchionis Alberti) vor Ungerechtigkeiten zu schützen.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in der Urkunde des Kämmerers Heinrich (von Groitzsch) von Altzelle 1197 April 29, Altzelle (Druck: Graber, Altzelle Nr. 15 S. 26–28).

Kommentar

Markgraf Albrecht war am 25. Juli 1195 gestorben und wurde in Altzella beigesetzt, vgl. LMA 1 p. 321; schon damals plante der Kaiser, die Markgrafschaft Meißen nicht wieder zu verlehnen, vgl. LMA 6 Sp. 477 sowie Hauser, Lehnspolitik, S. 290 Anm. 78, S. 429 ff., und hat wohl bereits zu dieser Zeit einen Verwalter seiner Rechte bestellt. Zum Auftreten des Kämmerers in kaiserlichen Urkunden Graber S. 26 Anm. 1. Der Kämmerer beurkundete den vor dem Bischof von Meißen zwischen der Zisterze und den Brüdern Matthäus und Petrus von Nossen ausgehandelten Güterverzicht und besiegelte ihn, damit si quis in ea statuta convellere presumpserit reus habeatur regie maiestatis. Die schiedsrichterliche compositio bestätigte Bischof Dietrich von Meißen am gleichen Tag und Ort, Graber Nr. 16 S. 28–29 mit weiteren Einzelheiten zum Verfahren. Zu Kämmerer Heinrich von Groitzsch (vgl. B-Baaken, Nr. 11).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3,2 n. N283, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/ead700d1-f1df-4105-9e10-177c3d2512b4
(Abgerufen am 26.09.2018).