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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3, Nachträge

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Kaiser Friedrich lehnt die Bitte des Grafen (Balduin) von Hennegau (comes Hanoniensis), das Abkommen über dessen Nachfolge in der Grafschaft Namur zu bestätigen, mit der Begründung ab, ohne König Heinrich könne er diesem Ersuchen nicht stattgeben absque consensu et presentia filii sui Henrici Romanorum regis, vielmehr solle er nach der Rückkehr des Königs an den Hof kommen, wo er sich für ihn bei dem König verwenden werde.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in der Chronik Giselberts von Mons ed. Vanderkindere S. 203.

Kommentar

Zuvor habe Balduin, wie Giselbert berichtet, in adventu domini (29. November) an dem Treffen des Kaisers mit Philipp II. Augustus von Frankreich zwischen Mouzon und Yvois teilgenommen (B-Opll, Nr. 3126), sei dann mit dem Kaiser bis Virton (B-Opll, Nr. 3127) und von dort über Bouillon und Dinant nach Binche gezogen, wo er vigilia natalis domini angekommen sei; aus diesem Itinerar lässt sich der Termin der Petition des Grafen ungefähr errechnen. Die gewünschte Bestätigung für den Fall des Todes des Grafen von Namur empfing er 1188 Mai 16 in Seligenstadt (vgl. B-Baaken, Nr. 67); Druck des entsprechenden Deperditum Friedrichs I. von (1188 Mai 16, Seligenstadt): DF.I. *971 – Reg.: B-Opll, Nr. 3158). Zu der besonderen Stellung von Mouzon vgl. Falkenstein, Auswirkungen S. 142 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3,2 n. N93, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/ea50d97f-673a-4725-8322-3a9f32bd60b7
(Abgerufen am 22.08.2018).