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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3, Nachträge

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Vor Kaiser Heinrich wird Graf (Albert) von Bogen zum Reichsfeind erklärt (comes ... de Pogen ... publicus hostis regni coram imperatore adiudicatus).

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in der Chronik des Magnus von Reichersberg ed. Wattenbach S. 519.

Kommentar

Toeche, Heinrich VI., behauptete S. 261, Albert von Bogen sei damals geächtet und in Anm. 4, er sei gebannt worden. Den Rechtsfolgen von Acht/Bann widerspricht aber Alberts Anwesenheit am Hofe in den folgenden Monaten (vgl. B-Baaken, Nr. 285) wo auch Rapoto von Ortenburg genannt ist, und B-Baaken, Nr. 296. Dies bewog Seltmann, Heinrich VI., S. 230 mit Schmid, Regensburg S. 399 anzunehmen, die "endgültige Entscheidung" sei erst im Sommer 1193 in Worms gefallen. Schon vor dem Regensburger Hoftag erscheinen die beiden Kontrahenten, Herzog Leopold und Graf Albert, als Zeugen in Altenburg bei Heinrich, und sie treten auch in Regensburg gemeinsam in B-Baaken, Nr. 273 auf. Zur irrtümlichen Gleichsetzung der Erklärung zum hostis imperii mit Ächtung (vgl. die Nachträge zu B-Baaken, Nr. 218a).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3,2 n. N217, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/d76be68b-d613-4485-a74d-be1a4d3a7e77
(Abgerufen am 26.09.2018).