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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3, Nachträge

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Kaiser Heinrich beauftragt den kaiserlichen Protonotar Sigelous (Sygeloc imperialis aule prothonotarius), von der Kommune Piacenza (communi Placentie) 280 Mark Silber (bis centum octuaginta marchas argenti) von den für den Zug nach Apulien (Apullie) versprochenen 1000 Pfund (de mille libris Placentinorum) entgegenzunehmen; nachdem er von der Kommune 180 Mark erhalten hatte, verlängerte Sigelous im Auftrag des Kaisers den Zahlungstermin für den Rest bis zu seiner (des Kaisers) Ankunft in der Lombardei und befahl, das Geld Kardinal (Petrus) zu übergeben.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in dem Notariatsinstrument des Johannes von Sparoaria von 1193 Mai 2, Piacenza (Druck: Falconi-Peveri, Il registrum magnum 1 S. 413–415 Nr. 191).

Kommentar

Wie aus dem Instrument hervorgeht, wurden an Sigelous in Anwesenheit des Kardinalpresbyters Petrus von S. Cecilia und des Bischofs Ardizzo von Piacenza durch die namentlich genannten Konsuln der Kommune Piacenza 100 Mark ausgezahlt, deren Empfang er am 2. Mai quittierte. Daher lässt sich die Ausstellung des kaiserlichen Mandates, das in den Zusammenhang mit B-Baaken, Nr. 281, Nr. 289 und Nr. 290 gehört, für März 1193 annehmen; vgl. Haverkamp, Herrschaftsformen 2 S. 706 zu diesem Fall; zur Effizienz der kaiserlichen Finanzverwaltung S. 727 f. Das restliche Geld wurde wenig später Kardinal Petrus übergeben, vgl. dazu das Instrument von Mai 7 (wohl eher 17, vgl. die Vorbemerkung zum Druck bei Falconi/Peveri S. 425–426 Nr. 200); zu Petrus Dianus vgl. Kartusch, Kardinalskollegium, S. 350, Maleczek, Papst, S. 85 f., N299, N302 sowie B-Opll, Anm. zu 2696 und Baaken, Verhandlungen S. 496 f. (S. 65 f.).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3,2 n. N221, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/cf4787d6-1846-44b7-8ed2-f9552ff699ea
(Abgerufen am 18.10.2018).