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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3, Nachträge

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König Heinrich sendet Bischof (Otto II. von Freising) (episcopus) als Legaten nach Ungarn (Ungariam).

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in der Urkunde Bischof Ottos II. von Freising für Schäftlarn (Weissthanner, Traditionen Schäftlarn S. 290–291 Nr. 290).

Kommentar

Die Beauftragung wird in dem ungewöhnlichen Datum der Tradition mit den Worten factum est autem hoc pridie quam episcopus legationem regis peracturus Ungariam proficisceretur erwähnt. Wann Heinrich VI. Bischof Otto beauftragt hat, ist sonst nicht überliefert. Eine gewisse Wahrscheinlichkeit spricht aber dafür, dass dies während Heinrichs Aufenthalt in Regensburg 1190 Mai 29 (vgl. B-Baaken, Nr. 98) geschah. Die Angabe in der Vorbemerkung Weissthanners, Bischof Otto habe sich 1189 Mai 28 bei Kaiser Friedrich I. in Pressburg befunden, trifft nicht zu (vgl. auch B-Opll, Nr. 3245 S. 251); anders allerdings 4 3269. Otto II. wird nicht als Kreuzfahrer auf dem Zug Kaiser Friedrichs I. genannt, auch nicht in DF.I. 1004. Nach dem Tiroler Ub. II,2 S. 357 Nr. 846 ist er bis Preßburg mitgezogen (ohne Nachweis). Diese Urkunde für das Bistum Freising erwähnt S. 298 nur Mitglieder des Freisinger Domkapitels und bischöfliche Ministerialen. Bischof Otto II. hat an deren Ausstellung auch nicht als Petent oder Zeuge mitgewirkt. Allerdings vermerkt die Kanzlei, der Herrscher habe die Schenkung (ob ... dilecti nobis ac venerabilis episcopi Ottonis amorem) vollzogen. Der Bischof ist zuerst 1191 Februar 11 in Bologna (vgl. B-Baaken, Nr. 121) bei König Heinrich wieder nachweisbar.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3,2 n. N132, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/cb7f2a32-e986-4633-84a7-ff29caae67dc
(Abgerufen am 26.09.2018).