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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3, Nachträge

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Kaiser Heinrich verhandelt ergebnislos mit den Unterhändlern (inter nuncios) (König Richards von England).

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in der Chronik des Roger von Howden ed. Stubbs 3 S. 199.

Kommentar

Das Tagesdatum ergibt sich aus dem Bericht Rogers, der dieses Datum für das geplante Zusammentreffen (habiturus cum eo colloquium in die Palmarum) Heinrichs und Richards angibt, und dem Itinerar des Kaisers (vgl. B-Baaken, Nr. 283 – Nr. 286) dazu auch Toeche, Heinrich VI., S. 563 f. mit weiteren Quellen sowie Hauser, Lehnspolitik, S. 231. Nach Roger scheiterten diese ersten Verhandlungen an den weitgehenden Bedingungen Heinrichs, in die Richard nach Roger nicht einmal bei Todesgefahr einzuwilligen vermochte imperator multa petierat, quibus nec etiam pro mortis periculo rex consentiendum judicavit. Toeche, Heinrich VI., S. 266 sah darin Forderungen, die Heinrich den Löwen betrafen; Cartellieri, Philipp II. 3 S. 37 vermutete, Heinrich habe die Anerkennung der kaiserlichen Oberhoheit verlangt. Görich, Verletzte Ehre S. 81 ff. schloss im Hinblick auf die Darstellung bei Petrus von Eboli fol. 129 (ed. Kölzer/Staehli S. 170 Text, S. 171 Abb. fol. 129) daraus, Heinrich habe eine besonders demütigende Form der Unterwerfung, nämlich den Fußkuss, vgl. LMA 4 Sp. 1065 und 7 Sp. 265 f., zur Bedingung gemacht; ähnlich Eickels, Vom inszenierten Konsens S. 327; diese Darstellung kann Roger allerdings aus chronologischen Gründen nicht gekannt haben. Landon, Itinerary, S. 73 setzt die Nachrichten von diesem fehlgeschlagenen Treffen versehentlich schon zu Richards Begegnung mit den englischen Abgesandten in Ochsenfurt.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3,2 n. N223, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/c9b51f52-3fce-443a-aa1b-a8b5f1b15f7b
(Abgerufen am 26.09.2018).