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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3, Nachträge

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Kaiser Heinrich befragt die Glossatoren Azo und Lotarius, wem die uneingeschränkte Herrschaft (merum imperium) zukomme.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt bei Odofredus de Denariis, Lectura ed. Lepsius S. 260 Anm. 41.

Kommentar

Heinrich ist während seiner Herrschaft nur als König in Bologna nachweisbar, und nur 1191 hat er in dieser Stadt mehrfach geurkundet. Nach Odofredus antwortete Lotarius dem Kaiser: dico quod vobis soli competit merum imperium et non alii, eine Rechtsauskunft, die Heinrich kurz vor der erstrebten Kaiserkrönung sicher äußerst erwünscht war. Ob genau dieses Ereignis stattgefunden hat, muss offenbleiben, vgl. zu einer skeptischen Beurteilung Lepsius S. 263 f. Es erscheint jedoch plausibel, dass Heinrich in Bologna eine aktuelle juristische Beurteilung seiner kaiserlichen Stellung eingeholt hat; in diesem Zusammenhang ist wohl auch der Kaisertitel zu sehen. Vgl. Savigny, Geschichte 4 S. 182 ff., S. 385 f., Fried, Juristenstand S. 57 f., der S. 136 auch auf die differenzierte Meinung Azos eingeht, sowie Lange, Römisches Recht 1 zu Lothar S. 241, S. 257 f. zu Azo.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3,2 n. N146, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/c45a6f15-676b-47e1-9242-c2c29bdf4734
(Abgerufen am 26.09.2018).