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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3,1

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bestätigt in Anbetracht der Treue, Ergebenheit und hervorragenden Dienste der Leute von Aversa der Stadt Aversa (civitati Averse) alle Würden und Rechte ihrer Kirchen, erstattet diesen Kirchen alles zurück, was ihnen durch Tancred genommen worden sei, gestattet ihnen, alle ihre Rechte ohne Einschränkung zu besitzen wie zur Zeit der Könige Wilhelm I. und Wilhelm II., bewilligt den Baronen, Rittern und den übrigen Bürgern von Aversa alle Würden und guten Gewohnheiten, die sie zur Zeit der erwähnten Könige besessen haben, erkennt an, daß die Stadt immer unter seiner, seiner Gemahlin Konstanze und ihrer beider Erben unmittelbarer Herrschaft bleiben und im gegenwärtigen Befestigungsstande erhalten werden soll, bestimmt, daß niemand von Neapel in der Stadt oder in den Vorstädten Besitz haben soll, daß alle Barone der Stadt ihre Güter wie zur Zeit der Könige Wilhelm I. und Wilhelm II. besitzen sollen und daß genannte Ritter (fideles nostri milites Goffridus filius Ioelis, heres quondam Raynonis de Fornano, Iohannes de Pulvica, Robertus de Sancto Arcangelo, Moritius filius Iuelis, Simon de Casalucio, Henricus Tifonus, Aymon Monachus et Guillelmus Peregrinus) alle ihre Lehen unmittelbar von ihm, seiner Gemahlin Konstanze und ihren Erben innehaben sollen, gewährt allen Bürgern Abgabenfreiheit für ihre Wohnsitze, soweit diese nicht den Kirchen oder dem königlichen Hofe pflichtig seien, trifft Bestimmungen über die Abgabenfreiheit von Wohnungen der Barone und Ritter, verfügt, daß die Bürger nur ihm und seinen Erben zum Hominium verpflichtet seien, daß der von Neapel zu Lehen gehende Besitz der Leute von Aversa nunmehr von ihm, seiner Gemahlin Konstanze und ihren Erben verliehen werden soll und daß zum Richter oder Baiulus nur jemand aus der Stadt ernannt werden darf, und bewilligt dem Andreas de Avenabulo den ganzen Besitz seines verstorbenen Oheims Bartholomäus Sorellus und dem Petrus, Sohn des Unfredus de Rebursa das Lehen zu Cupoli (apud Cupolam), das früher Rainaldus de Fragola innehatte. Zeugen: Mattheus Capuanus archiepiscopus, Henricus Warmaciensis episcopus, Philippus dux Tuscie, Bonifacius marchio Montisferrati, Conradus dux Spoleti, Conradus marchio Molisii, Marquardus dux Ravenne, Robertus de Durne, Hartimannus de Butingen, Arnoldus de Horenberc, Henricus marscalcus de Kalendin. Cunradus Dei gratia imp. aule cancellarius una c. d. Gualterio regni Sic. canc.p. m. Alberti imp. aule protonotarii.„Magnificentie imperialis circumspecta discretio”.

Originaldatierung:
(Baroli ... XVII kal. Madii)
Zeugen:
Zeugen: Mattheus Capuanus archiepiscopus, Henricus Warmaciensis episcopus, Philippus dux Tuscie, Bonifacius marchio Montisferrati, Conradus dux Spoleti, Conradus marchio Molisii, Marquardus dux Ravenne, Robertus de Durne, Hartimannus de Butingen, Arnoldus de Horenberc, Henricus marscalcus de Kalendin.
Incipit:
„Magnificentie imperialis circumspecta discretio”.
Schreiber:
p. m. Alberti imp. aule protonotarii.
Empfänger:
Aversa
Kanzler:
Cunradus Dei gratia imp. aule cancellarius una c. d. Gualterio regni Sic. canc.

Überlieferung/Literatur

Hs.: Orig. fehlt (vgl. Clementi 79); Abschr. aus d. 17. Jh. in Registro di tutti li antichi privilegi della città di Aversa fol.1, Aversa, Archivio comunale (B). — Druck: Scheffer-Boichorst, Urkk. u. Forsch, zu d. Regg. d. stauf. Periode II (NA 27, 1902) S.78—81 aus B. — Reg.: Clementi 79.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3 n. 428, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1195-04-15_2_0_4_3_1_515_428
(Abgerufen am 16.08.2018).