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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3,1

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teilt dem Dekan K(onrad) und dem ganzen Kapitel der (bischöflichen) Kirche S. Lambert zu Lüttich (C. decano Beati Lamberti in Leodio ac toti capitulo) mit, er habe ihrer Kirche sein Gut zu Freeren (predium nostrum de Freres) mit allem Zubehör überlassen und zwei Kanonikate und zwei Altäre eingerichtet, an denen täglich zwei Messen gelesen werden sollen, eine, von der seligen Jungfrau Maria, für den Bestand des Reiches und die andere für die Seelen seiner Eltern und seiner Vorgänger sowie für die verstorbenen Getreuen, schreibt ihnen ferner, daß die beiden Priester von diesen Gütern für allnächtliche Wachslichter an diesen Altären sorgen sollen und daß er sich die Vogtei über die erwähnten Güter vorbehalte, und überträgt dem Dekan und dessen Nachfolgern das Recht, beim Tode der erwähnten Kapläne deren Präbende geeigneten Personen zu übertragen. Zeugen: „Notum esse volumus universis”.

Zeugen:
Zeugen: „Notum esse volumus universis”.
Empfänger:
Lüttich

Überlieferung/Literatur

Hss.: Orig. fehlt; Abschr. aus d. 1.H. d. 13. Jh. im Liber chartarum ecclesiae Leodiensis fol.143 n. 229, Lüttich, Archives de l'Etat (Cathédrale St. Lambert de Liege) (B) (seit 1945 verschollen); Abschr. v. 1323 aus B im Liber primus fol.114—114' (pag. 289—290) n. 229, ebda. (ebda.) (C); Abschr. aus d. Mitte d. 14. Jh. in Littera B. Diversa privilegia illustr. principibus ... imperatoribus concessa fol.48, Brüssel, Archives générales du Royaume (Archives des Chambres des comptes Nr. 1) (D); Abschr. aus d. 1. H. d. 15. Jh. in Registres noires I fol.291—291', ebda. (ebda. Nr. 10) (E). — Drucke: Stumpf, Acta imperii inedita Nr.202 (S.281—282) wohl aus B; Bormans-Schoolmeesters, Cartulaire de l'égl. S. Lambert de Liége I Nr.73 (S. 118) aus B. — Reg.: Stumpf 5095; Wauters III 397.

Anmerkungen

  1. 1 Ohne Daten, mit der Intitulatio ‚H(einricus) Dei gratia Romanorum imperator et semper augustus et rex Sicilie‘; Konrad von Fürstenberg ist Domdekan seit 1195, vgl. Bormans-Schoolmeesters aaO. — Zur Sache vgl. Schulte, Dte. Könige, Kaiser, Päpste als Kanoniker an dt. u. röm. Kirchen (Hist. Jb. 54, 1934) S. 143 f. — Ks. Friedrich I. hatte schon 1174—1176 u. a. den Reichsbesitz in Freeren zur Erlangung von Mitteln für den Lombardenfeldzug an Bischof Rudolf v. Lüttich verpfändet, vgl. Stumpf 4557 u. Rotthoff, Studien z. Gesch. d. Reichsguts S. 76.
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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3 n. 628, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1195-00-00_2_0_4_3_1_725_628
(Abgerufen am 22.08.2018).