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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3,1

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bestimmt zugunsten der bischöflichen Kirche und des Bischofs Konrad von Trient (Tridentine ecclesie atque dilecti nobis Cunradi eiusdem ecclesie presulis), daß in Stadt und Herzogtum Trient ohne Erlaubnis des Bischofs kein Turm erbaut werden darf, erlaubt dem Bischof und seinen Nachfolgern, ohne seine Erlaubnis errichtete Türme zu brechen, verbietet, in Stadt und Herzogtum Trient ohne Erlaubnis des Bischofs Eidgenossenschaften oder Bündnisse einzugehen, und erlaubt dem Bischof und seinen Nachfolgern, ohne seine Erlaubnis eingegangene Eidgenossenschaften oder Bündnisse aufzulösen. Zeugen: Mylo Mediolanensis archiepiscopus, Wilhelmus Astensis episcopus, Albertus Vercellensis episcopus, Lyenor regina Anglie, Elizabet regina Variet, Bonifacius marchio Montisferrati, Heinricus comes de Pyano, a de Scomberc. Ditherus imp. aule cancellarius v. d. Philippi archiep. et tot. Yt. archicanc.p. m. magistri Heinrici imp. aule prothonotarii.„Et regalis benignitatis dignitas”.

 

Verbesserungen und Zusätze (1979):

Nach Reincke, Die ältesten Urkunden der Hansestadt Hamburg S. 108 ff. ist Gf. Adolfs III. von Schauenburg Urkunde v. 1190 Dezember 24 für Hamburg eine Fälschung, die (vgl. S. 161 f.) um 1225 unter Verwendung einer heute verlorenen Urkunde Heinrichs des Löwen mit demselben Datum hergestellt wurde.

Originaldatierung:
(Laude XIII kal. Februarii)
Zeugen:
Zeugen: Mylo Mediolanensis archiepiscopus, Wilhelmus Astensis episcopus, Albertus Vercellensis episcopus, Lyenor regina Anglie, Elizabet regina Variet, Bonifacius marchio Montisferrati, Heinricus comes de Pyano, a de Scomberc.
Incipit:
„Et regalis benignitatis dignitas”.
Schreiber:
p. m. magistri Heinrici imp. aule prothonotarii.
Empfänger:
Trient
Kanzler:
Ditherus imp. aule cancellarius v. d. Philippi archiep. et tot. Yt. archicanc.

Überlieferung/Literatur

Hs.: Orig. fehlt; Abschr. v. 1344 im Codex Wangianus maior fol. 228—228' (aus Transsumpt v. 1209), Innsbruck, Museum Ferdinandeum (F.B.2091) (B). — Drucke: (Bonelli) Monum.eccl. Trident. III, 2 S. 38—39 aus B; Huter, Tiroler Ub.I,1 Nr. 464 (S.256) aus B (unvollständig). — Reg.: Kink, Cod. Wang.42; Toeche 93; Stumpf 4669.

Anmerkungen

  1. a In B freier Raum von ca. 3 cm, Bonelli ergänzt ‚comes Adolfus‘, doch ist diese Ergänzung unrichtig und zu streichen, da Graf Adolf (nach Arnold v. Lübeck, Chron. Slav. V, 1 ff., MG SS rer. Germ. S. 147 ff.) 1189 auf dem Kreuzzug weilte, auf die Nachricht vom Einfall Heinrichs des Löwen 1190 zurückkehrt, König Heinrich in Schwaben (also wohl Ende September/Anfang Oktober, vgl. Regg. 107 ff.) trifft und von diesem ein Hilfeversprechen erhält. Graf Adolf wird auf dem folgenden Italienzug des Herrschers nicht in dessen Umgebung genannt, erscheint vielmehr 1190 Dezember 24 als Aussteller einer Urk. für Hamburg (Hasse, Schleswig-Holst.-Lauenburg. Regg. u. Urkk. I Nr. 166, S. 88—89) und belagert nach dem Bericht Arnolds dann die Stadt Lübeck. — B hat irrig die Intitulatio ‚Romanorum imperator‘.
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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3 n. 116, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1191-01-20_1_0_4_3_1_173_116
(Abgerufen am 20.08.2018).