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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3,1

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bekundet, daß der Bischof Hugo von Verden (Hugo Verdensis episcopus) sich bei ihm über die Zerstörung der Stadt Bardowick (Bardovicum urbem vetustissimam et matri ecclesie et predecessoribus nostris et nobis obsequentissimam) durch Heinrich, den früheren Herzog von Bayern und Sachsen, seinen und des Reiches Feind (noster et imperii hostis Henricus quondam Bavarie et Saxonie dux) beschwert habe, nimmt auf Bitten des Bischofs diesen mit seinem ganzen Bistum und allem Zubehör in seinen Schutz und bestätigt die ihm vorgelegten 17 Privilegien des Hochstiftes. Zeugen: „Omnibus Christi fidelibus tam futuris quam presentibus”.

Originaldatierung:
(Fulde ... idus Iulii)
Zeugen:
Zeugen: „Omnibus Christi fidelibus tam futuris quam presentibus”.
Empfänger:
Verden

Überlieferung/Literatur

Hss.: Orig. u. ältere Abschrr. fehlen; Abschr. aus d. 17. Jh., Hannover, Niedersächsisches Staatsarchiv (Celle Briefschaften 551 Nr. 39) (B); Abschr. aus d. 18. Jh. aus heute verl. Abschr., im Anhang zu Eilard von der Hude, Hist. episcop. Verd., Hannover, Niedersächsische Staatsbibliothek (Hs.XXIII 1142e) (C); Abschr. aus d. 18.Jh., ebda. (Hs.XXIII 1132 pag.68) (D). — Druck: Scheid, Orig. Guelf.III Praef.§8 Notek (S.23) aus C. — Reg.: Böhmer 2744; Toeche + 503; Stumpf + 4657.

Anmerkungen

  1. 1 ‚nostri regni septimo‘ BCD. — Cohn, De rebus inter Heinricum VI. imp. et Henricum Leonem actis I S.42 ff. verwarf die Urk. als Fälschung wegen der Unregelmäßigkeiten in Datierung und Formular und wegen der Nennung des schon 1180 März 1 verstorbenen Bischofs Hugo; auch passe die Bezeichnung Heinrichs d. L. als ‚noster et imperii hostis‘ nicht zu dem gerade zwischen dem Kaiser und Heinrich d. L. geschlossenen Frieden, dazu vgl. Philippson, Gesch. Heinrichs d. L. II S.322f. u. ders., Heinrich d. L. S. 498 f. Andererseits finden sich die Corroboratio in ähnlicher Form in früheren Diplomen für das Hochstift Verden (vgl. MG DH II 108) und die Poenformel in anderen Urkk. Heinrichs VI., so daß — auch wegen der schlechten Überlieferung der Urk. — die Entscheidung über ihre Echtheit offen bleiben muß, vgl. auch Wichmann, Unterss. z. ält. Gesch. d. Bisth. Verden S. 118 u. 124f. — Der Inhalt der Urk. gibt sonst keinen Anlaß zum Widerspruch; zur Zerstörung Bardowicks vgl. Hüttebräucker, D. Erbe Heinrichs d. L. S. 36 f.
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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3 n. 104, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1190-07-15_1_0_4_3_1_160_104
(Abgerufen am 20.08.2018).