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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,3,1

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restituiert und bestätigt dem Kloster SS. Marino e Leone (zu Pavia) (ecclesie Sanctorum Marini et Leonis) den in seinem Besitz befindlichen Uferzoll (ripaticum) in Anbetracht der Tatsache, daß dieser Zoll durch Schenkung seiner Vorgänger dem Kloster gehöre, wie auch durch die Konsuln von Pavia entschieden worden sei, erklärt ein Urteil, das der frühere Bischof Garsidonius von Mantua (Garsidonius quondam Mantuanus episcopus) auf Anordnung Papst Urbans III. gegen das Kloster gefällt habe1, für nichtig, weil dem Papste darin, als in Angelegenheiten des Reiches, keine Entscheidung zustehe und weil die Leute von Ferrara, die Gegner des erwähnten Klosters, damals geächtet und mit dem kaiserlichen und königlichen Banne belegt gewesen seien, bestimmt, daß das erwähnte Kloster den Zoll nunmehr ungestört besitzen soll und setzt den Zoll auf die Höhe fest, die in dem Instrument des Notars Ricodeus (instrumento ... per Ricodeum notarium confecto) enthalten sei. Zeugen: Otto frater noster, Fridericus dux de Bites, comes Růbertus de Nassowe, Robertus de Dorna, Heinricus Testa marscalcus, Marquardus dapifer, Guido de Sancto Nazario, Syrus Salienbene imperialis ac regalis aule iudex. „Decet regie maiestatis eminentiam”.

Originaldatierung:
(Papie ... idibus Septembris)
Zeugen:
Zeugen: Otto frater noster, Fridericus dux de Bites, comes Růbertus de Nassowe, Robertus de Dorna, Heinricus Testa marscalcus, Marquardus dapifer, Guido de Sancto Nazario, Syrus Salienbene imperialis ac regalis aule iudex.
Incipit:
„Decet regie maiestatis eminentiam”.
Empfänger:
SS. Marino e Leone (zu Pavia)

Überlieferung/Literatur

Hs.: Orig., Mailand, Archivio di Stato (Sezione storica — Diplomi e dispacci sovrani III — Germania, Fr. I — H. VI) (A). — Drucke: Zacharia, Anecdot. medii aevi ... coll. S.239 wohl aus A = Ficker, Urkk. z. Reichs- u. Rechtsgesch. It. Nr.171 (S.214). — Reg.: Böhmer 2731; Toeche 47; Stumpf 4621.

Anmerkungen

  1. 1 Vgl. IP V S. 237 Nr. 16 u. VI, 1 S. 209 Nr. 5. Zur Kassation des durch den päpstlichen Beauftragten gefällten Urteils vgl. Ficker, Forsch. z. Reichs- u. Rechtsgesch. It. I § 151 (S. 280) u. § 153 (S. 282). — A ist nach Walter, Reichskanzlei S. 34 von dem königlichen Notar und Hofkaplan Heinrich geschrieben (= Magister Heinrich, Domscholaster von Utrecht).
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Empfohlene Zitierweise

RI IV,3 n. 58, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1187-09-13_1_0_4_3_1_100_58
(Abgerufen am 19.08.2018).