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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,3

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Friedrich hält einen Hoftag, auf dem er König (Vladislav) von Böhmen wieder in seine Gnade aufnimmt und den aus seinem Bistum vertriebenen Bischof Albo von Passau zum Schein (specie tantum) wieder einsetzt. Dies hat allerdings keinen Erfolg, zumal er (der Kaiser) über Albos Weigerung, sich von (Erzbischof) Christian (von Mainz) weihen zu lassen, verärgert ist. Aus demselben Grund wird auch Elekt Kuno von Regensburg auf dem Hoftag ungnädig aufgenommen und ihm wird befohlen, sich bis zum nächsten Hoftag zu Pfingsten (1169 Juni 8) entweder von Christian weihen zu lassen oder seinem Bistum zu entsagen.

Überlieferung/Literatur

Rahewini Gesta Frid., Appendix, ed. Waitz — Simson, MG.SS rer.Germ.in us.schol., 351 (zu 1170); vgl. Böhmer — Will, Regg. Mainz II, no 69 (zu 1170) und Boshof, Regesten d. Bischöfe von Passau 1, no 837 (zu 1169 nach August 4).

Kommentar

Der König von Böhmen war wegen der Wahl seines Sohnes Adalbert zum Salzburger Erzbischof in Ungnade gefallen, vgl. dazu Giesebrecht, Kaiserzeit V, 631 ff. und Giesebrecht — Simson, Kaiserzeit VI, 487 f. — Die Richtigstellung der Datierung, wobei allerdings der Hoftag erst nach dem Ende des Aufenthalts des Kaisers in Wallhausen (vgl. Reg. 1831) stattgefunden haben kann, ergibt sich nicht zuletzt aus dem Bericht über die Passauer Angelegenheit (vgl. dazu auch Reg. 1845); zu der Weigerung von Bischöfen, schismatische Weihen zu empfangen, vgl. auch Reg. 1807. — Jüngst setzt Freund, Regensburger Bischöfe, in: Regensburg, Bayern und Europa FS. für Kurt Reindel zum 70. Geburtstag (1995) 276 diese Nachricht wieder zum Jahr 1170.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,3 n. 1832, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1170-02-02_1_0_4_2_3_57_1832
(Abgerufen am 13.07.2020).