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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,3

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Elekt Albo von Passau, der zuerst vom Kaiser nach seiner Vertreibung aus dem Bistum zum Schein wieder eingesetzt worden ist (siehe Reg. 1832), sich dann aber dem kaiserlichen Befehl, sich von Erzbischof Christian von Mainz weihen zu lassen, widersetzt hat, wird mit kaiserlicher Erlaubnis abgesetzt. Mit Zustimmung Friedrichs wird der Domkanoniker Heinrich von Speyer in Abwesenheit zum neuen Passauer Bischof gewählt und tags darauf vom Kaiser approbiert.

Überlieferung/Literatur

Chron. Magni presbiteri, MG. SS XVII, 495 f.; Rahewini Gesta Frid., Appendix, ed. Waitz — Simson, MG.SS rer.Germ.in us.schol., 351 (zu 1170); vgl. auch Ann.s.Rudberti Salisburg., MG. SS IX, 776. — Vgl. dazu auch Boshof, Regesten d. Bischöfe von Passau 1, no 833, 836, 838 und 839 sowie das Schreiben des abgesetzten Elekten Albo von Passau an den Dompropst S(igboto), den Domdekan M(eingoz), das Domkapitel sowie die Äbte, Pröpste und Prälaten der Salzburger Kirche von (1169 nach August), ed. Hödl — Classen, Salzburger Briefsammlung, MG. Briefe VI, 173 no 15, in dem er darum ersucht, die nach seiner Vertreibung durch die Passauer vorgenommene Neuwahl für ungültig zu erklären und eine andere Wahl zu verbieten.

Kommentar

Zur Weigerung Albos, sich vom Mainzer Erzbischof weihen zu lassen, vgl. schon Regg. 1807 sowie 1832. — Zur zeitlichen Einordnung vor dem Aufenthalt im Gebiet von Salzburg vgl. Reg. 1846.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,3 n. 1845, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1169-08-04_1_0_4_2_3_70_1845
(Abgerufen am 13.07.2020).