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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,3

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Friedrich bietet Papst Alexander (III.) Frieden an, falls dieser seinen zweitgeborenen Sohn (Heinrich VI.), den er zum König hat wählen lassen, als Kaiser annimmt und von katholischen Bischöfen weihen läßt. Er, der Kaiser selbst, dürfe aber nicht gezwungen werden, irgendeinen Papst außer Petrus und die verstorbenen Päpste anzunehmen. Diese Punkte scheinen zunächst akzeptabel, doch stocken die Verhandlungen, die von den Äbten (Alexander) von Cîteaux und (Pontius) von Clairvaux an der Kurie geführt werden, an der kaiserlichen Forderung, die von Schismatikern ordinierten und konsekrierten (ordinati et consecrati) Geistlichen in ihren Ämtern zu belassen.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in einem Schreiben Bischof Johanns von Salisbury an Archidiakon Balduin von Totnes von (wohl 1169 später August), John of Salisbury, Letters, Vol. II, ed. Millor-Brooke, no 289 (S. 656 ff.).

Kommentar

Die zeitliche Einordnung richtet sich nach der Erwähnung der Wahl Heinrichs VI. (Reg. 1839); Millor-Brooke, a.a.O., 656 f. Anm. 18 beziehen dies irrig auf die Krönung des Kaisersohnes in Aachen (Reg. 1847). — Vgl. dazu eingehend Schmidt, Königswahl und Thronfolge, 174 ff., der allerdings in einer weiteren Studie — Schmidt, A quo ergo habet, in: Von Schwaben bis Jerusalem (FS. G. Baaken), hg. von Lorenz — Schmidt (Veröff des Alemann. Instituts, Nr. 61, 1995) 84 — die Kontakte des Kaisers zu Alexander III. zeitlich vor die Königswahl Heinrichs VI. verlegen möchte.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Zu dem von Friedrich an Alexander III. herangetragenen Versöhnungsplan, der ein Mitkaisertum Heinrichs VI. vorsah, vgl. zuletzt Tounta, Byzanz als Vorbild Friedrich Barbarossas, in: Staufisches Kaisertum im 12. Jahrhundert, hg. von Burkhardt, Metz, Schneidmüller und Weinfurter (2010) 167–169.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,3 n. 1840, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1169-06-08_4_0_4_2_3_65_1840
(Abgerufen am 08.04.2020).