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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,3

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Graf Friedrich von Beichlingen erhebt vor dem Kaiser Klage gegen den Ausbau der Burg Weißensee durch Landgräfin Judith von Thüringen, da es sich dabei um sein Gebiet handelt. Friedrich untersagt darauf die Fortführung dieser Maßnahmen, was auch Judiths Gemahl, Landgraf Ludwig von Thüringen, durch Boten an seine Frau bekräftigt, später jedoch ihr durch einen geheimen Boten mitteilt, sie möge die Bauarbeiten fortsetzen.

Überlieferung/Literatur

Cron. Reinhardsbunn., MG. SS XXX/1, 538; Liber Cronicorum Erfordensis, ed. Holder-Egger, MG. SS rer.Germ.in us.schol., 754 f.

Kommentar

Nicht ganz zweifelsfreie Nachricht, deren zeitliche Einordnung nach dem Hinweis erfolgt, daß die Landgräfin die Bauarbeiten begonnen habe, als ihr Gemahl in Reichsgeschäften am Kaiserhof weilte, vgl. dazu die Zeugennennung Ludwigs von Thüringen in DF.I. 545 (Reg. 1791). — Zu der heute als Runneburg bezeichneten Burg Weißensee vgl. Stolle — Kirchschlager, Die Runneburg in Weißensee, Burgen und Schlösser. Zs. der deutschen Burgenvereinigung e.V. für Burgenkunde und Denkmalpflege 32 (1991), Sonderheft "Neue Bundesländer", 4 ff. sowie die Artikel in der Festschrift zur 825-Jahr-Feier der Runneburg in Weißensee (Schriftenreihe des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Runneburg in Weißensee/Thür. e.V. Nr.2, 1993).

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,3 n. 1796, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1168-06-00_4_0_4_2_3_21_1796
(Abgerufen am 21.11.2019).