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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich schreibt dem Klerus und den Vasallen der Kirche von Cambrai , er bedauere, daß es nach dem beklagenswerten Tod ihres Bischofs Nikolaus, von dem er durch den Abt (Gossichinus) von Saint-Ghislain und ihre anderen Boten unterrichtet worden sei, zu keiner einhelligen Neuwahl gekommen sei, gewährt ihnen für die Vornahme einer Wahl eine Frist von sechs Wochen nach Eintreffen seiner beglaubigten Legaten, des Abtes Erlebold von Stablo, des Dekans Richer von Aachen und seines vertrauten Kapellans S. (Stephan ?), widrigenfalls er nach Reichsrecht und mit dem Rat der Fürsten selbst eine geeignete Person bestimmen werde. - Wohl von Wortwin verfaßt. Cum firmissime domus .

Incipit:
Cum firmissime domus
Schreiber:
Wohl von Wortwin verfaßt
Empfänger:
Cambrai

Überlieferung/Literatur

Kop.: Abschrift des 12. Jh. Ms. 466 (437) f. 93', Stadtbibliothek Cambrai (B); Abschrift des 13. Jh. Ms. 27 f. 258, Bibliothèque de l'Assemblée Nationale zu Paris (C). Drucke: MG. Const. 1, 326 no 231; MG. DF. I. 539. Reg.: Wauters, Table chronol. 2, 482; Diestelkamp - Rotter, Urkundenregesten 1, 313 no 400; Stumpf 4545 zu 1167.

Kommentar

Nach dem Tod Bischof Nikolaus' am 1. Juli 1167 (Ann. Cameracenses, MG. SS XVI, 539) entschied sich eine Partei für den Sohn des Grafen Dietrich von Flandern, Petrus, einen Verwandten der Kaiserin, während die andere Partei für den Archidiakon Alard votierte; zu den bei Hofe im September eingetroffenen Gesandtschaften aus Cambrai vgl. Regg. 1725 und 1726. Das vorliegende kaiserliche Schreiben traf am 29. Oktober in Cambrai ein, vgl. Ann. Cameracenses, 543 f. - Zur Person des capellanus S. (Stephan ?) vgl. die Vorbemerkung zum D.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1727, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1167-09-00_3_0_4_2_2_1172_1727
(Abgerufen am 20.07.2017).