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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich wird von einer Gesandtschaft des Grafen Dietrich von Flandern und von dessen Söhnen, den Grafen Philipp von Flandern und Herzog Matthäus von Boulogne, mit dem Abt (Gilbert) von Mont-Saint-Martin an der Spitze über die Wahl Petrus', des Sohnes Dietrichs bzw. Bruders Philipps und Matthäus', zum Bischof von Cambrai unterrichtet. Die Gesandtschaft führt ein Schreiben des Domkapitels und eines der Äbte und der Bürger von Cambrai mit sich und wird - nicht zuletzt wegen der verwandtschaftlichen Bande des Grafenhauses zur Kaiserin - ehrenvoll empfangen. Trotz des verspäteten Eintreffens, drei Tage nach der Gesandtschaft des gegnerischen Bischofskandidaten Alard (vgl. Reg. 1725), gelingt es der Abordnung der Grafen, die Unterstützung der Kaiserin für sich zu gewinnen, zu der sie sich gegenüber Graf Philipp von Flandern zu Weihnachten (1165 in Aachen, vgl. Reg. 1526) verpflichtet hat. Friedrich legt den Fall den Fürsten seines Hofes vor, die die Wahl Alards wegen erwiesener Unrechtmäßigkeit kassieren.

Überlieferung/Literatur

Ann. Camerac., MG. SS XVI, 540 ff., vgl. Gesta epp. Camerac. Cont., MG. SS VII, 508.

Kommentar

Vgl. Hoeres, Das Bistum Cambrai, 55 ff. sowie Regg. 1728 -1729. - Zum Namen des Abtes von Mont-Saint-Martin vgl. Backmund, Monasticon Praemonstratense II, 419; zum Herzogstitel Matthäus' bzw. der Grafen von Flandern vgl. Kienast, Herzogstitel, 442 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1726, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1167-09-00_2_0_4_2_2_1171_1726
(Abgerufen am 24.05.2017).